Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Quer durch die USA – mit dem Motorrad

Unser Würzburger in New York Oli Grieb, von dessen verrückten Reisen wir schon berichteten, hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Er ist innerhalb von 5 Tagen mit einem Motorrad 3.260 Meilen (etwa 5.200 km) quer durch die USA gefahren. Gestartet in New Jersey, über Pennsilvania, Maryland, West Virginia, Kentucky, Indiana, Illinois, Missouri, Kansas, Colorado, Wyoming, Utah, Nevada ist er schließlich wohlbehalten und unversehrt in Kalifornien angekommen – Puh, das war ja mal eine Aufzählung! Wir wollten aber natürlich wissen, wie man denn auf so eine Aktion kommt und Oli hat uns einen kleinen Erfahrungsbericht zukommen lassen:

Wie kam es zu der Idee einmal durch Amerika zu fahren?

Oli: Meine Frau Kathryn arbeitet bei Novartis und eine ihrer Arbeitskolleginnen hat mitbekommen, dass ich 2013 mit dem Motorrad von Würzburg nach London gefahren bin, um Kathryn dort von einem Meeting abzuholen und sie mit dem Motorrad zum nächsten Meeting nach Frankfurt zu bringen. Lydia hat mich daraufhin gefragt, ob ich Interesse hätte, ihren Mann Tom mit seinem Motorrad (BMW R1200C) zu überraschen – ich müsste das Motorrad nur von New Jersey bis nach Californien bringen. Nachdem ich mir vor vier Wochen das Motorrad angeschaut habe, ist alles recht schnell passiert. Am 6.5 war das Motorrad gepackt und ich ready for a trip of a lifetime!

Olis Route

  • 6.5. West Milford, NJ – Morehead, Kentucky (683 Meilen)
  • 7.5. – Junction City, Kansas (793 Meilen)
  • 8.5. – Rawllins, Wyoming (736)
  • 9.5. – Battle Mountain, Nevada (645)
  • 10.5. – South Lake Tahoe (300)

Ist die Überraschung gelungen?

Oli: Mit dem Wetter hatte ich bis auf Regen bei Denver und Salt Lake City und heftigem Schneefall bei der Fahrt über den Pass zum Lake Tahoe wirklich super Glück. In Kansas hatten wir teilweise fast 40 Grad und in Wyoming am Morgen um die minus 2 Grad! Als ich dann im Schneesturm in South Lake Tahoe angekommen bin, hab ich sofort mit Lydia Kontakt aufgenommen und sie hat mir einen Treffpunkt direkt am See genannt – ihr Mann Tom hatte immer noch keinen Schimmer!

Ich parkte das Motorrad und hab Unterschlupf in der Tourist Information gefunden – mit super Blick auf die BMW. Lydia kam angefahren und hat einen Parkplatz direkt neben dem Motorrad gefunden. Tom sah das Motorrad sofort, dachte erst aber nicht daran, dass hier am Lake Tahoe in Kalifornien sein Motorrad aus New Jersey stehen könnte. So schaute er sich das Motorrad an und als er das Nummernschild sah, war klar, dass es seine Maschine war.

Jetzt kam auch ich aus meinem Unterschlupf raus und Lydia fiel mir um den Hals, da sie total froh war, dass ich die Strecke in einer so super Zeit und so sicher gemeistert hatte. Tom brauchte ein bisschen, denn letztlich hatte er nicht nur sein Motorrad wieder, sondern plötzlich einen wildfremden Mann vor sich, der sein Motorrad einmal über den Kontinent gefahren hatte.

Oli, was für Menschen hast du auf deiner Tour kennengelernt?

Oli: Da ich wirlich von früh um 7 Uhr bis am Abend um 9 Uhr auf dem Motorrad unterwegs war, hatte ich nicht wirklich Zeit, die Menschen in den unterschiedlichen Staaten ein bisschen besser kennenzulernen, doch von den einigen die ich in den Motels, in denen ich übernachtet habe und am Lake Tahoe getroffen habe, sind mir drei noch gut im Sinn.

Als ich in Rawlins (WY) im Motel, das ich mir kurzfirstig zum „Nachtstop ausgesucht habe“, angekommen bin, traf ich zwei junge Männer, einen Kanadier und einen Norweger. Die beiden Jungs erzählten mir, dass sie mit dem Fahrrad von ein paar Wochen in Montreal gestartet sind und ihr Ziel Alaska ist – schaut euch das mal auf einer Landkarte an!!

Zum anderen traf ich in einer Bar ein sehr nettes paar, Rob und Kelly. Wir kamen ins Gespräch, da Rob eine Motorradkutte mit der Aufschrift NYC anhatte. Es stellte sich heraus, dass Kelly eine sehr bekannte Motorradfahrerin hier in den USA ist (www.throttlegirl.net). Die beiden erzählten mir von Ihren Touren mit ihren Harleys durch Amerika und den Motorradtouren, die die beiden organisieren. Alle zwei haben die West Coast to East Coast und back-Tour schon mehr als fünf mal gemacht, was für ein Biker-Leben.

The final trip – San Francisco

Oli: Nach zwei Tagen mit Tom und Lydia hier am Lake Tahoe habe ich mich auf die letzte Strecke mit Tom´s BMW aufgemacht. (Tom: Oli, was kann ich sagen, nachdem Du mein Motorrad einmal durch Amerika gefahren hast? Zum einen bist du really crazy und zum anderen kannst Du natürlich noch bis nach San Francisco fahren!!).

Nach mehr als 5000 km hab ich nicht nur einen netten Freund gefunden, sondern mit Tom zusammen haben wir auch eine neue Idee geboren – OliDayMotorbikeTours round Lake Tahoe and San Francisco.

Außergewöhnliche Reisen erleben

Oli Grieb reist nicht nur alleine, mit seinen Olidaytours kann jeder eine Reise der besonderen Art erleben. Wenn ihr mehr über Olis Abenteuer erfahren wollt oder vielleicht sogar selbst mal an einem solchen Abenteuer teilnehmen wollt, dann schaut mal rein auf der Olidaytours-Facebookseite oder auf seiner Webseite. 

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