Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Umgestaltung Theaterstraße: Wunsch nach Flaniermeile

Einzelhändler fordern: Nicht nur Kaiserstraße soll „renoviert“ werden

Die Umgestaltung der Kaiserstraße war bisher in aller Munde und im Sommer soll diese nun auch endlich beginnen. Doch nicht nur die Kaiserstraße soll in neuem Licht erstrahlen, sondern auch die Theaterstraße. Initiiert wird die Forderung von den Geschäftsleuten, Gastronomen und Anwohnern der Straße, allen voran deren Sprecher Dr. Helmut Strohmeier von der Theaterapotheke. Sie wünschen sich statt Durchgangsverkehr mehr ÖPNV, Fussgänger und somit auch mehr potentielle Einkäufer. Anfangs gab es noch viele Kritiker, die fürchteten, Parkplätze könnten verloren gehen und manche Geschäfte nicht mehr direkt angefahren werden, mittlerweile sind diese aber verstummt.

Straßenbahn statt Durchgangsverkehr

Die Pläne der Umgestaltung lassen sich anhand einer Fotomontage zusammenfassen. Die Gehwege entlang der Theaterstraße sollen verbreitert und so den Fussgängern mehr Platz gegeben werden. Die geplante Linie 6 soll durch die Theaterstraße führen, und so für den Kunde nicht nur per Auto erreichbar sein. Grundsätzlich wünscht man sich eine bessere ÖPNV-Anbindung. In Vorbereitung für die Straßenbahnlinie soll die Spur stadtauswärts (Richtung Kaiserstraße) für den Kfz-Verkehr als Einbahnstraße freigegeben werden. Die Straßenspur in Richtung Residenz ist jedoch lediglich für diese gedacht.

Optimale Verkehrsanbindung wichtig

Die Balthasar-Neumann Promenade, aber auch die Ludwig- und Semmelstraße, sollen über diesen Teil der Innenstadt erreichbar bleiben. Eine optimaler Zusammenschluss der Fußgängerzonen in der Eichhornstraße und unteren Theaterstraße einerseits und der verkehrsberuhigten Spiegelstraße andererseits wäre wichtig.

Dennoch ist den Initiatoren eine Beruhigung des Verkehrs wichtig. Eine einfache Maßnahme hierfür wäre laut Herrn Strohmeier beispielsweise ein Abbiegeverbot in der Bahnhofstraße nach links in Richtung Friedensbrücke. Über die Hälfte der 15.000 Kfz, die täglich die Theaterstraße queren, sind reiner, abkürzender Durchgangsverkehr. Offizielle Pläne gibt es noch nicht, aber alles in allem soll die Theaterstraße belebt werden und nicht als Durchgangsstraße für die Innenstadt dienen.

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