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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Behindertenbeauftragte Bentele in Würzburg: Al Ghusain: "Tolle Stadt, schlimmer Bahnhof"

Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel besuchte die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, Würzburg und Main-Spessart. Bei ihrem Stopp am Würzburger Hauptbahnhof traf sie sich mit dem rot-grünen Oberbürgermeisterkandidaten Muchtar Al Ghusain, um sich über das Thema Barrierefreiheit auszutauschen.

„Das kann doch nicht wahr sein“, entfuhr es ihr, als ihr Al Ghusain die Problempunkte des Bahnhofs aufzählte. Die blinde ehemalige Wintersportlerin, Weltmeisterin und Paralympics-Goldmedaillengewinnerin, selbst in der ganzen Welt durch ihren Sport herumgekommen, stellte fest: „Ein so wichtiger Verkehrsknotenpunkt wie Würzburg muss barrierefrei sein. Und das so schnell wie möglich!“

Hauptbahnhof: Priorität Barrierefreiheit

Bei Al Ghusain und Rützel stieß sie hierbei auf offene Ohren. „Würzburg ist eine tolle Stadt – mit einem schlimmen Bahnhof“, resümierte Al Ghusain. Und Bentele, die im letzten September eine Stadtführung speziell für Menschen mit Behinderung erlebte, pflichtete ihm bei. „Wer wie wir daran arbeitet, alle Menschen in Würzburg gleich gut willkommen zu heißen, wer Barrieren abbauen will in den Köpfen und die aus Beton, der muss dem Thema Hauptbahnhof oberste Priorität beimessen“, so Al Ghusain.

„Barrierefreiheit ist nicht nur ein Thema für Menschen mit Behinderung. Wer schwere Koffer tragen muss, Kinderwägen schiebt, mit Rollator oder einem Gebrechen zu Fuß unterwegs ist, der profitiert von barrierefreien Räumen“, ist sich Bentele sicher. Dieses Thema sei daher nicht nur etwas für Behinderten- und Seniorenverbände: „Dieses Thema betrifft fast alle Menschen und gehört daher in die Mitte der Gesellschaft. Und ich bin froh, dass gerade Muchtar Al Ghusain genau diesen Ansatz bei seiner Politik für Würzburg verfolgt.“

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