Skip to content
Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Umgestaltung der Kaiserstraße: Start Sommer 2014

Der Umwelt- und Planungsausschuss hat über das weitere Vorgehen bei der Neugestaltung der Kaiserstraße, welche vom Bahnhof zum Barbarossaplatz führt, beraten. Es soll viel mit Lichtelementen gearbeitet werden, die vorgesehene neue Straba-Haltestelle wird es wohl aber nicht geben.

Die Planungen sollen von einem Quartiersbeirat mitgetragen werden, der unter anderem aus 13 Vertretern des Stadtmarketings „Würzburg macht Spaß“ und den Einzelhändlern der Straße besteht. Bis Ende 2015/Mitte 2016 sollen die Umgestaltungen abgeschlossen worden sein.

Etwa 2 Millionen Euro wird der Umbau und die Umgestaltung der Kaiserstraße verschlingen. Die Kosten werden wie folgt aufgeteilt: 1 Million Euro wird von den Anliegern finanziert,  600.000 Euro übernimmt der Freistaat Bayern und 400.000 Euro zahlt die Stadt Würzburg.

Möblierung in Neonfarben

Eine Umbaumaßnahme beinhaltet eine neue, frischere Möblierung der Straße. Neue Sitzbänke und Mülleimer im Neo-Biedermeierstil sollen der früheren „Prachtstraße“ ihren alten Charme ein Stück weit zurückgeben. Zusätzlich sollen die Betonfaser-Möbel im Stil vergangener Zeiten aber durch einen „modernen“ Anstrich in bunten Knallfarben hip und jugendlich wirken.

Entworfen hat dieses Konzept der Würzburger Architekt Matthias Braun gemeinsam mit seinem Kollegen aus dem Architektenbüro „Kaiser+Juritza“.

Umbaumaßnahmen

Die Kaiserstraße gilt als unästhetisch, schlecht strukturiert und generell wenig attraktiv. Ziel der Umgestaltung ist die Verbesserung und Stärkung der Handelssituation und die Verschönerung der Straße.

Eine Maßnahme beinhaltet das Verlegen neuer Bodenplatten, aus Kostengründen lieber aus Großbetonplatten als aus Granit, und kleiner Pflastersteine. Desweiteren sollen im Boden Lichtbänder und Taktilenstreifen, die zur Orientierung für sehbehinderte Menschen dienen, eingefügt werden.

Das neue Beleuchtungskonzept soll aus „Urban Sky“ LED-Leuchten bestehen. Die Seilhängeleuchten haben die ideale Lichtqualität, ein schlichtes Design und die Farbe des Lichts kann verändert werden. Darüber hinaus sind die Beleuchtungskörper wartungsfreundlich und bieten ein hohes Energiesparpotenzial, was wiederum Kosten einspart. Ein weiteres Beleuchtungsinstrument wird ein Schriftzug in Form von Morsezeichen darstellen: der Würzburger Stadtslogan „Würzburg – Welterbe, Weingenuss, Wohlgefühl“ soll unter dem Motto „Kunst am Bau“ in das Design der Kaiserstraße integriert werden. Viele Entscheidungen sind jedoch momentan noch eine Diskussionsgrundlage, die endgültigen Lösungen sollen vor allem von den Anliegern noch abgesegnet werden, da diese den Hauptteil der Kosten tragen.

Neue Straba-Haltestelle wird auf Eis gelegt

Die geplante Straßenbahn Haltestelle wird es aller Voraussicht nach nicht geben, zu viele Kritikpunkte sprechen dagegen. Durch zu enge Straßenprofile, erhebliche Höhenunterschiede, Behinderungen des Lieferverkehrs und ein zu hohes Fußgängeraufkommen wäre die Haltestelle „im Weg“.

Zudem ist es mittlerweile höchst unsicher ob und wann die Linie 6 gebaut wird. Die Linie 6 würde am Bahnhof wegfahren und die nächste Haltestelle wäre erst auf Höhe des Bürgerspitals. Für die Geschäftsleute in der Kaiserstraße ein Dorn im Auge, denn vom Bürgerspital werden wohl die wenigsten noch einmal zurück in die Kaiserstraße laufen. Von einer zusätzlichen Straßenbahnhaltestelle würden also Kunden sowie Geschäftsleute gleichermaßen profitieren. Der Stadtrat wird über den Bau der Haltestelle entscheiden, im Umwelt- und Planungsausschuss war man sich darüber einig, dass man den Bau erst einmal nicht genehmigen wird, wenn die Linie 6 aber sicher kommt, die Haltestelle aber womöglich nachträglich baut.

- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT