Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Trinkwasserversorgung Würzburg fördert alte fränkische Obstbaumsorten

Er ist ein echter Ureinwohner Bayerns und wird als unterfränkische Spezialität in Gastronomie und Brennereien geschätzt: der Speierling. Das Wildobst gibt nicht nur dem in Franken beliebten Apfelmost ein unverwechselbares intensives Aroma, sein Holz eignet sich auch hervorragend für den Bau von Möbeln, Werkzeugen und Instrumenten.

Grund genug für die Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH (TWV), das genetische Gut der inzwischen seltenen Apfelbaumsorte zu retten. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Würzburg hat die TWV heute (18. März) zwei Speierlingbäume gepflanzt. Sie wachsen nun auf dem betriebseigenen Grundstück an der Hettstadter Steige 4 in Würzburg. Die Wiese befindet sich in einer sensiblen Zone des Wasserschutzgebietes Zell und darf daher nicht bebaut werden.

 8.000 Untersuchungen/Jahr überprüfen Wasserqualität

„Die hohe Lebensqualität in Würzburg und Umgebung zu erhalten, ist uns ein großes Anliegen. Dazu gehört auch die Versorgung mit Trinkwasser in bester Qualität – denn Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und ein unersetzbarer Baustein einer gesunden Ernährung“, erklärt der Abteilungsleiter der Trinkwassergewinnung Alfred Lanfervoß. Wichtig sei dabei vor allem der Schutz des Grundwassers durch die Errichtung von Schutzzonen. Dazu zähle die Wiese an der Hettstadter Steige. Durch die Bepflanzung mit wertvollen Kulturgehölzen wie dem Speierling werde dadurch auch das Klima und die Umwelt geschützt, erklärt er.

Die Qualität des Würzburger Wassers wird jedes Jahr durch über 8.000 chemische und mikrobiologische Untersuchungen im eigenen Labor der TWV kontrolliert. Das Labor ist nach DIN 17025 akkreditiert und genießt überregional einen guten Ruf. Jährlich werden inklusive externer Aufträge 20. 000 chemische und mikrobiologische Proben bearbeitet. Über 50 Prozent des Trinkwasserbedarfs liefern die drei über 100 Meter langen Zeller Stollen. Mit dem  Quellwasservorkommen in Zell werden jährlich rund sechs Millionen Kubikmeter Trinkwasser für die Versorgung bereitgestellt.

Die Baumpflanzung ist ein Teil der Kampagne „Bayerns Ureinwohner“ der bayerischen Landespflegeverbände. 2014 wurde der Speierling als besonderer Obst- und Waldbaum in die Auswahl bayerischer Ureinwohner aus Unterfranken aufgenommen. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.bayerns-ureinwohner.de

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