Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Würzburger Kickers wollen in die dritte Liga

In drei Jahren in die dritte Liga? Dieses Vorhaben haben die Würzburger Kickers, das bereits zahlreiche prominente Würzburger unterstützen. Mit der neuen Kampagne namens „3×3“ setzt sich der Regionalligist das Ziel, in drei Jahren in der dritten Liga zu spielen.

Würzburg gilt bereits seit 35 Jahren als absolutes Fußball-Diaspora. Neben großen Konkurrenten wie den s.Oliver Baskets war es selten leicht, die Aufmerksamkeit in der Stadt zu erlangen. Dennoch fragte Sportvorstand der Kickers, Benjamin Hirsch in einer heutigen Pressekonferenz: „Warum sollte Würzburg denn nicht in der dritten Liga spielen?“

77 Tage Aktionszeitraum

Um das Vorhaben durchzuführen, richten sich die Kickers an alle Bürger. „In den nächsten 77 Tagen müssen wir trommeln und jeder mitmachen – jetzt, oder nie“, sagt der Kickers-Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Schlagbauer. Egal ob Schüler, Studenten, Unternehmer oder Rentner. Jeder kann seinen Beitrag leisten. Man benötige für den Projektzeitraum von drei Jahren drei Mal 1,2 Millionen Euro. Nur wenn die Gesamtsumme von 3,6 Millionen bis zum 30.04. erreicht ist, wird das Projekt „3×3“ fortgesetzt. Wird diese Summe nicht erreicht, werden alle bisher zugesicherten Gelder zurückgezahlt und das Projekt beendet.

Dauerkartenvorverkauf als wichtiges Sponsoringmittel

„Die Begeisterung für den Fußball ist da und deshalb hat es Würzburg als Sportstandort auch verdient, in der dritten Liga zu spielen“, so Schlagbauer weiter.  Mittlerweile gibt es schon über 50 Multiplikatoren, die „3×3“ unterstützen. Ein wichtiger Baustein für das Sponsoringkonzept ist der Dauerkartenvorverkauf. Mit einem Schneeballsystem sollen ab sofort die Bürger durch die Medien und einen Informationsstand, der ab sofort jeden Samstag auf dem Marktplatz steht, unterstützen.

Bereits im Vorfeld gab es von Seiten der Kickersmitglieder positive Reaktionen auf „3×3“. Auf einer Mitgliederversammlung am Dallenberg hätten viele der Vereinsmitglieder ihre Unterstützung zugesagt, bestätigt der Vorstandsvorsitzende Schlagbauer.

Ex-Bundesligaprofi Hollerbach hält Aufstieg für machbar

Da Ergebnisse im Sport kaum planbar sind, setzen sich die Regionalligisten drei Jahre als Aufstiegszeitraum zum Ziel. „Dieses Vorhaben halte ich für realistisch, auch wenn es nicht einfach ist. Aber mit Kontinuität wird es zu erfüllen sein“, sagt der ehemalige Würzburger Bundesligaprofi Bernd Hollerbach, einer der großen Unterstützer des Projekts. Die Option, selbst Trainer zu werden, lies Hollerbach allerdings offen. Erst einmal müsse die Aktion erfolgreich anlaufen, dann sehe man weiter, sagt der Ex-Profi. Zahlreiche weitere Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft und Gesellschaft fördern zudem die Mission. Unter anderem der ehemalige Bundesminister Dr. Wolfgang Bötsch, Basketballspieler Maxi Kleber oder auch Schwimm-Weltmeister Thomas Lurz.

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