Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Unwürdige Tradition – Studentenstein erneut beschmiert

Eine unschöne Serie setzt sich auch in diesem Jahr fort. Wie schon im Januar letzten Jahres, wurde der Studentenstein gegenüber der Neuen Universität am Sanderring beschmiert: „Deutsche Täter sind keine Opfer!!“

RCDS fordert Konsequenzen

Der RCDS Würzburg verurteilt die neuerliche Verschandelung des Studentensteins aufs Schärfste! Vorsitzender Maximilian Meier dazu: „Es ist geradezu unerträglich, wie sich Jahr für Jahr mutmaßlich linke Vandalen auf den Studentenstein stürzen und das Andenken der Verstorbenen mit Füßen treten. Das ist nichts anderes als ein geistiges und moralisches Armutszeugnis für die Täter. Das muss strafrechtliche Konsequenzen haben!“

Liberale Hochschulgruppe verurteilt scharf

Die Liberale Hochschulgruppe Würzburg verurteilt den erneuten Anschlag auf den Würzburger Studentenstein scharf. Am 13.Januar dieses Jahres  wurde der Würzburger Studentenstein im Ringpark gegenüber der Neuen Universität am Sanderring wiederholt Ziel von linksextremen Sprayern, die denselben großflächig besprüht hatten.

„Mit dem nun im dritten Jahr in Folge erfolgten Anschlag auf den Studentenstein scheint dies ein unwürdige Tradition in Würzburg geworden zu sein. Das gewalttätige Vorgehen gegen vermeintlich Andersdenkenden in der Gestalt der Beschädigung von Denkmälern lehnen wir als liberale Studenten entschieden ab. Die Täter, die wohl dem linksextremen Milieu zuzuordnen sind, haben den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen und haben folglich keinen Platz in unserer Hochschulstadt“, erklärt LHG-Vorsitzender Karl Funk.

Funk wendet sich nachdrücklich an die Würzburger Bürger, derartige Straftaten nicht tatenlos hinzunehmen: „Diese Personen stiften Unfrieden in Würzburg unter dem Deckmäntelchen der politischen Meinungsfreiheit. Unter dem Vorwand für Frieden, Gleichberechtigung und Demokratie einzutreten, treten sie aber eben genau diese Werte mit den Füßen. Dem entgegenzutreten ist bürgerliche Pflicht, denn weder ein brauner noch ein roter Mob darf in Würzburg gutgeheißen oder gar toleriert werden.“

Geschichte des Gedenksteins

1927, genauer gesagt im Juli dieses Jahres, wurde das Mahnmal anlässlich des 10. Deutschen Studententages eingeweiht. Zu Zeiten Hitlers verkam der Stein zum Propagandawerkzeug. Sein Name war nun „Langemarckstein“, der an die blutige Flandernschlacht im ersten Weltkrieg erinnerte. Zu diesem Zweck wurde nicht nur der Reichsadler vergrößert, sondern auch ein Hakenkreuz platziert. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Stein zum heutigen Ort versetzt. Doch auch inhaltlich gab es eine klare Umorientierung. Adler und Hakenkreuz verschwanden und auch die Inschrift wurde verändert. Sie lautet nun: “Die Deutsche Studentenschaft im Gedenken an den Tod – das Opfer – das Vorbild”.

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