Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Schockanrufer blitzen bei Betroffenen ab

Insgesamt sieben Mal haben sogenannte „Schockanrufer“ im Laufe des Dienstags versucht, russischstämmige Mitbürgerinnen und Mitbürger in Würzburg und Rimpar um ihr Erspartes zu bringen. In allen Fällen kannten die Angerufenen die Masche, legten auf und verständigten die Polizei.

Telefonanruf: „Mama, ich bin im Krankenhaus!“

Zwischen 10.35 Uhr in Rimpar und sechs Mal bis zum späten Nachmittag in Würzburg klingelten die Telefone bei russischstämmigen Bürgern. In allen Fällen meldete sich ein Mann in russischer Sprache und sagte entweder „Mama, ich bin im Krankenhaus!“ oder er forderte Geld wegen eines angeblichen schweren Unfalls der Tochter oder des Sohnes der Angerufenen, bei dem auch ein Kind verletzt worden sei und jetzt Behandlungskosten anstehen. Der geforderte Betrag belief sich auf bis zu 20.000 Euro.

Präventionskampagne mit Erfolg

In allen Fällen scheiterten die dreisten Betrüger mit ihrer Masche. Die Polizei wertet dies auch als Erfolg einer vor einigen Monaten großangelegten Präventionskampagne. Zehntausende Briefe wurden übersetzt und an russisch stämmige Mitbürger geschickt und auf diese Weise von der Polizei über die Schockanrufermasche aufgeklärt. Ferner sensibilisieren die Medien durch ihre fortgesetzte Berichterstattung und sorgen auch so dafür, dass die Kriminellen offenbar immer seltener zum Zug kommen.

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