Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Koenigleopold aus Österreich im Cairo Würzburg

Foto: R. Moslam“Eure Armut kotzt mich an“ ist der Titel des vielleicht meist-erwarteten Debüt-Albums einer österreichischen Band seit vielen Jahren. Koenigleopold heißt die Band, besteht aus Leo Riegler und Lukas König und hat Anfang des Jahres mit ihrem Mini-Album „Aalfang“ und dem skandalumwitterten Dada-HipHop-Dubstep-Dialekt-Opus „Kohlhauser“ eine beispiellose musikalische Mischung aus Anarchie und Musikalität auf die Welt los gelassen und vor allem mit ihren Liveshows ganz Europa erobert.

Auftritte bereits in London, Bern und Dublin

Koenigleopold gehören auch tatsächlich zu einem der spannendsten Acts, die der deutschprachige Raum derzeit zu bieten hat, die beiden genialen Grenzgänger und Multi-Instrumentalisten zünden ein kreatives Feuerwerk aus Disco, Freejazz, Schlager und Noiserock von unerhörten Ausmaßen. Koenigleopold haben in den letzten beiden Jahren viel gesehen – sie spielten live in London, Bern, Dublin und noch vielen anderen Orten in ganz Europa und schließlich auch in Japan, wo sie eine Tour mit den Stationen Tokyo, Kyoto, Kobe und Kita Kyusu absolvierten. Das renommierte Eurosonic-Festival aus den Niederlanden hat sie erst kürzlich für das Festival 2014 eingeladen.

Koenigleopold: „Läuse hab ich keine, aber eine Bank für mich alleine.“

Und nun ist am 2. November 2013 das erste Album der Band erschienen „Eure Armut kotzt mich an“. Pro verkauftem Album geht ein Euro an die Bankenrettung. Das ist wohl das Mindeste, das eine Band zum Gemeinwohl beitragen kann. Das zeigen sie auch mit dem Titelsong des Albums „Eure Armut kotzt mich an“, Zitat: „Läuse hab ich keine, aber eine Bank für mich alleine.“

Dada-Schlager und dicke Beats

Foto: R. MoslamZwölf neue, bzw in dieser Form bisher unveröffentlichte, Stücke umfasst das erste volle Album der Band, die bei „Eure Armut kotzt mich an“ aus dem Vollen schöpft – mit den Gästen Gertrud Riegler, Claire Huguenin, Malcolm Braff, Manu Mayr, Hanna Paulsberg, MC Rhine, MC Bishop, Peter Tomic, Markus Wallner und Antiehdas zieht ein All-Star-Ensemble in die aurale Schlacht und erschaft ein Werk epochaler Ausmaße. Fast kein Stil wird ausgespart – von minimalistischer Beat-Poetry über Sprach-Hör-Bilder und unfassbar melancholischen Liebesliedern und Dada-Schlager hin zu den fettesten und dicksten Beats, die grad noch reinpassen. Doch bei aller Vielseitigkeit ist jedem Song die einzigartige Handschrift des Duos anzumerken, eine schwer fassliche Chemie, die so nur eine Band hat – Koeniglepold eben. Die Band selbst bezeichnet ihr Album als „Suizid Hip Hop, Dekadenz Punk und Schlagerscheiße.“

Höllengebräu aus HipHop, Electro und Jazz

Die Musik von Koenigleopold besitzt die Wucht und Macht, das Publikum zunächst auf den Dancefloor zu zwingen, um es dort mit offenen Mund und blutenden Ohren ungerührt stehen zu lassen. „Entertainment with an edge“, wie man uns dieses Höllengebräu aus HipHop, Electro, Free Jazz, purem Lärm, Avantgarde-Pop, Experimentaltheater und Cut Up-Videomaterial mit hinterhältigem Lächeln andient. Fred Frith und Frank Zappa gelten als die großen Impulsgeber für das Schaffen der Band, letzterer ganz besonders auch mit dem Albumtitel „Cheaper Than Half Price“ als Inspiration für „Eure Armut kotzt mich an“.

Am Freitag, den 7. Februar 2014 spielen die Jungs um 20.30 Uhr im Café Cairo in Würzburg.
Tickets: http://www.cairo.wue.de, VVK 9,- / AK 11,-

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