Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Würzburger Künstler Wolfgang Lenz ist tot

Rathaussaal WürzburgDie Stadt Würzburg trauert um den Würzburger Maler Wolfgang Lenz. Lenz war einer der herausragenden Würzburger Künstler der Neuzeit“, betont Bürgermeister Dr. Adolf Bauer: Sein international anerkanntes Schaffen hat Würzburg und Mainfranken über die Grenzen bekannt werden lassen.“ Lenz erhielt zudem das Bundesverdienstkreuz. Er wurde 88 Jahre alt.

Zahlreiche Arbeiten über Würzburg

Lenz hat in den Mittelpunkt seines Schaffens oftmals bewusst die Geschichte Würzburgs gestellt. „Er war seiner Heimat sehr verbunden und ist Würzburg immer treu geblieben,“ so Dr. Bauer. Dies merke man auch an den Werken des Malers in seiner Heimatstadt, die von seiner Liebe zu Würzburg getragen sind.

Stadtrat tagt unter Gemälde von Lenz

Im Würzburger Rathaus hat er gleich zwei Räume gestaltet: Die Laube im Ratskeller und das Wandgemälde im Ratssaal, das die Geschichte der Stadt von den ersten Funden bis heute illustriert. „Dieses Gemälde in seiner anschaulichen und ansprechenden Art macht einen immer demütig vor der Geschichte“, so der Bürgermeister.

„Würzburger Totentanz“ bekanntestes Werk

Mit am bekanntesten von Lenz’ Werken ist das Bild des „Würzburger Totentanzes“, bei dem Lenz die Heiligenfiguren auf der Alten Mainbrücke als Skelette darstellt und vor dem Hintergrund der Zerstörung seiner Heimatstadt den Wahnsinn des Krieges anklagt.

Gemälde auch auf Flachbilddisplay sichtbar

Das Gemälde im Würzburger Ratssaal ist für viele Bürger und Touristen die erste Anlaufstelle, wenn sie kunstvoll und kompakt mehr über die bewegte Stadtgeschichte erfahren wollen. Dieses Gemälde mit 36 detailreichen Motiven, das auch ein Selbstbildnis des Künstlers beinhaltet, wird regelmäßig bei Rathausführungen vorgestellt. Neuerdings kann man auch einen Blick auf dieses Gemälde werfen, wenn der Ratssaal verschlossen ist. Auf dem Flachbilddisplay vor dem Sitzungssaal, wo sonst die Tagesordnung dargestellt wird, leuchten nun täglich von 11 bis 14 Uhr (Freitags von 10 bis 13 Uhr) 19 hochauflösende Fotografien auf. In einer 15-minütigen Animation des freischaffenden Kameramanns und Regisseurs René Anderl kommt man dem monumentalen Werk – durch das Zoom der Profi-Kamera – auch in den Winkeln nahe, die weit über Augenhöhe liegen.

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