Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Unglücklicher Jahresbeginn: Anzeigeerstatter selbst per Haftbefehl gesucht

DETTELBACH. So hatte sich ein Autofahrer aus Hessen den Jahresbeginn mit Sicherheit nicht vorgestellt. Er musste nämlich am Donnerstagabend einige unfreiwillige Stunden bei der Polizei verbringen, wo er eigentlich Anzeige gegen einen anderen Verkehrsteilnehmer erstatten wollte. Allerdings stellte sich heraus, dass der 56-Jährige per Haftbefehl gesucht wurde. Erst als die fast 2.000 Euro Geldstrafe, die noch offen standen, einbezahlt waren, konnte der Mann seine Fahrt wieder fortsetzen.

Das ging wohl nach hinten los 

Der 56-Jährige war in der Abendstunden auf der A3 Richtung Frankfurt unterwegs und fühle sich dabei durch einen anderen Autofahrer offenbar behindert. Dies veranlasste den Kleintransporter-Fahrer einen Stopp bei der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried einzulegen. Dort ging die ganze Angelegenheit dann allerdings kräftig nach hinten los.

Offener Haftbefehl aus München

Es stellte sich nämlich bei der Aufnahme der Personalien heraus, dass gegen den Autofahrer aus dem Lahn-Dill-Kreis ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft München I wegen Verletzung der Unterhaltspflicht vorlag. Der Mann staunte nicht schlecht, als ihm die Verkehrspolizisten die vorläufige Festnahme erklärten. Um nicht hinter Gitter zu wandern, war es unumgänglich, eine noch offen stehende Geldstrafe in Höhe von nahezu 2.000 Euro einzuzahlen. Mit der Bezahlung hatte es der Mann bislang nicht so genau genommen, was schließlich zum unausweichlichen Erlass der Fahndungsnotierung geführt hatte.

Bekannte hilft aus der Patsche 

In dieser misslichen Situation half dem Mann eine Bekannte aus Hessen aus der Patsche. Sie reiste eigens noch am Abend zur Verkehrspolizei an und zahlte den offen stehenden Betrag ein. Anschließend war der unfreiwillige Stopp bei der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried wieder beendet. Der 56-Jährige konnte seine Fahrt dank der schnellen Hilfe der Bekannten wieder fortsetzen. Die Lust auf eine Anzeige gegen den anderen Verkehrsteilnehmer, der ihn angeblich behindert hatte, war dem Mann vergangen.

 

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