Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Neujahrsgeschenk der Polizei: Touristen aus Indien überglücklich gemacht

WÜRZBURG. Es war eine Hilfeleistung der ganz besonderen Art, die eine Streifenbesatzung der Würzburger Polizei am Neujahrstag zusammen mit einem Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes absolvierte. Einer Frau aus Indien war das Smartphone von der Alten Mainbrücke auf eine knapp zehn Meter darunter liegende Landzunge gefallen. Mit einem Schlüssel, den ein Schleusenmitarbeiter hatte, ging es dann durch einen der Brückenpfeiler direkt zur Landzunge. Das Smartphone wurde geborgen und der überglücklichen Touristin wieder ausgehändigt.

Smartphone aus der Jackentasche gefallen 

Zusammen mit ihrem Lebensgefährten befindet sich die Frau gerade auf Deutschlandbesuch. Am Neujahrstag stand der Besuch in Würzburg auf dem Programm. Auf der Alten Mainbrücke wollte das Paar gegen 15.30 Uhr ein paar schöne Impressionen auf Fotos festhalten. Dazu setzte sich die Frau auf die Brüstung, während der Mann seine Lebensgefährtin mit der Steinburg als malerischem Hintergrund fotografierte. Nach einigen schönen Schnappschüssen setzte das Paar dann seinen Weg in Richtung Residenz fort. Als man dort angekommen war, machte die Frau eine schlimme Entdeckung. Ihr Smartphone fehlte, das sich zuvor in ihrer Jackentasche befunden hatte.

Ungewöhnliche Bergung

Sofort machten sich die beiden wieder auf den Rückweg zum Ort des Fotoshootings auf der Brücke. Ihre Befürchtung, dass das Mobiltelefon beim Fototermin unbemerkt aus der Tasche gefallen war, bestätigte sich beim Blick in die Tiefe. Völlig unerreichbar lag das Smartphone auf der Landzunge. Hilfe suchend wandten sich die Touristen an die integrierte Leitstelle, die daraufhin die Polizei verständigte. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt nahm sich der ungewöhnlichen Hilfeleistung an. Der Zufall wollte es, dass einer der Beamten Angehöriger der Wasserwacht ist. Ihm war bekannt, dass an der Schleuse Würzburg ein Schlüssel zur Begehung der Brückenpfeiler aufbewahrt wird. Ansonsten wäre die Landzunge nur vom Wasser aus mit einem Boot erreichbar gewesen.

Zehn Meter freier Fall

Der Polizist setzte sich telefonisch mit dem Schleusenmitarbeiter in Verbindung. Dieser kam kurze Zeit später mit dem so dringend benötigten Schlüssel zur Brücke. Der Mann ging dann mit einem Polizisten durch den Brückenpfeiler nach unten. Am Ende der Treppe führte eine Türe direkt ins Freie auf die Landzunge. Das herunter gefallene Smartphone wurde geborgen. Das gute Teil hatte den knapp zehn Meter tiefen Fall zwar mit einigen Kratzern, ansonsten aber voll funktionsfähig überstanden..

Touristen mehr als Dankbar 

Überglücklich nahm das Touristenpaar aus Indien das Smartphone wieder in Empfang. Mit den besten Wünschen zu Neujahr und voller Dankbarkeit für die so schnelle Hilfeleistung verabschiedeten sich der Mann und die Frau von der Polizei und dem Schleusenmitarbeiter. Der weiteren, unbeschwerten Besichtigung der Residenzstadt stand in der Folge nichts mehr im Wege.

 

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