Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Glück im Unglück: Auto rast in Ampel

SANDERAU. Ein an einer roten Ampel wartender Streifenwagen der Polizei wurde wie durch ein Wunder nicht in einen folgenschweren Unfall verwickelt, als ein heranrasender Mercedes ins Schleudern kam, gegen den Ampelmast prallte und wieder direkt vor dem Polizeiauto auf die Fahrbahn geschleudert wurde. Von den fünf Insassen verletzten sich vier leicht. Der Mercedes dürfte einen wirtschaftlichen Totalschaden davongetragen haben.

Fahrzeug prallte von Ampelmast ab

Am Montagabend um 23:23 Uhr hielt ein Streifenwagen vor der roten Ampel zur Konrad-Adenauer-Brücke am Theodor-Heuss-Damm. Er stand auf der linken Abbiegespur. Der Fahrer sah im Rückspiegel ein Fahrzeug, das sich von hinten offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit rasant näherte. Dessen Lenker bemerkte wohl zu spät, dass die Ampel Rotlicht zeigte. Beim Bremsversuch brach der Mercedes aus, kam ins Schleudern und krachte mit der Fahrerseite gegen den linken Ampelmast. Vom Mast wurde der Pkw wieder abgewiesen und zurück auf die Fahrbahn geschleudert. Dort kam er unmittelbar vor dem Streifenwagen zum Stehen.

Polizisten bereiteten sich bereits auf Aufprall vor Blaulicht2

Die beiden Polizisten, die sich schon auf einen Aufprall vorbereitet hatten, schnauften erst einmal erleichtert durch, nahmen dann aber sofort die Unfallaufnahme in Angriff. Zwischen dem Mercedes und dem Polizeiauto hatte keine Berührung stattgefunden.

Im verunfallten Pkw, der vom 21-jährigen Halter gesteuert wurde, waren noch vier weitere Insassen im Alter von 19 bis 21 Jahren. Diese trugen alle glücklicherweise nur leichtere Verletzungen davon, die vor Ort von Rettungssanitätern versorgt werden konnten. Der Fahrer blieb augenscheinlich unverletzt, was sicherlich auch dem Umstand geschuldet war, dass infolge des Aufpralls einige Airbags ausgelöst hatten.

Insgesamt 9.000 € Schaden an Auto und Ampel

Am Pkw, bei dem die Fahrerseite massive Schäden aufwies, entstand wohl ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von mindestens 5000 Euro. Die Reparatur des Ampelmasten, der dem Anstoß zwar standhielt, aber dennoch beschädigt wurde, wird derzeit mit etwa 4000 Euro veranschlagt. Hier musste auch die Berufsfeuerwehr Würzburg tätig werden, um einige heraushängende Kabel abzuklemmen.

Ein Zeugenaufruf zu diesem Unfall kann ausnahmsweise mal unterbleiben, da die sachbearbeitenden Polizisten unmittelbar und aus nächster Nähe Augenzeugen des Geschehens geworden waren.

 

 

 

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT