Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Blaulicht-Stories vom 24.12.2013

Frust am Unbeteiligten ausgelassen

INNENSTADT. Nachdem zwei seiner Freunde und schließlich er selbst eines Tanzlokals in der Kaiserstraße verwiesen worden waren, ging ein 19-Jähriger zwar zunächst von dannen, suchte aber wenig später mit zwei unbeteiligten Passanten die Konfrontation. Es kam zur Beleidigung, deren Echo von handfester Natur war. Nun wird gegen beide Kontrahenten ermittelt.

Am Dienstagfrüh gegen 02:30 Uhr bekamen zwei Bekannte eines 19-jährigen Landkreisbewohners wohl wegen ungebührlichen Verhaltens ein Hausverbot in einer Diskothek in der Kaiserstraße. Der eigentlich nicht betroffene junge Mann fing daraufhin eine lautstarke Diskussion mit einem der Türsteher an. Dies hatte zur Folge, dass auch er der Örtlichkeit verwiesen wurde.

Arg frustriert ging er mit einem ebenfalls 19-jährigen Bekannten in Richtung Hauptbahnhof davon. Die beiden setzten sich schließlich auf eine Bank. Als ein 50-Jähriger in Begleitung seines 20-jährigen Sohnes des Weges kam, schleuderte der Frustrierte dem Älteren eine Beleidigung entgegen. Der in seiner Ehre Angegriffene stellte den Beleidiger zur Rede. Es kam zum Wortgefecht und anschließend zu einer Handgreiflichkeit seitens des 50-Jährigen. Er packte seinen Kontrahenten am Kragen und drückte ihn auf die Sitzbank zurück. Dabei riss dessen T-Shirt ein und der junge Mann bekam einen leichten Kratzer ab.

Bevor die Situation weiter eskalierte, rief der ursprüngliche Aggressor nach der Polizei. Diese kam und nahm vor Ort die Ermittlungen gegen beide Personen wegen Beleidigung und Körperverletzung auf. Der 50-Jährige brachte es beim freiwilligen Alkotest auf 0,9 Promille; der 19-Jährige verweigerte den Test, stand aber auch unter Alkoholeinfluss.

Grundlose Attacke

LENGFELD. In einer Diskothek in der Gattingerstraße kam es am Dienstagmorgen gegen 03:00 Uhr zum Konflikt zwischen einem 20- und einem 19-Jährigen. Angeblich grundlos schlug der Ältere dem Jüngeren ins Gesicht. Dadurch brach dem Geschlagenen ein Teil eines Zahnes ab und seine Lippe blutete. Der Jüngere quittierte aber den Angriff mit einem Faustschlag auf die Nase des Älteren, sodass es zum Nasenbeinbruch kam.

Beide Kontrahenten kamen in Krankenhäuser. Möglicherweise hätte es diese gewalttätige Auseinandersetzung mit einem geringeren Alkoholpegel nicht gegeben. Der 20-jährige Würzburger brachte es beim freiwilligen Test auf einen Wert von unrühmlichen 1,94 Promille, sein Gegenüber aus dem Landkreis Würzburg erzielte immerhin den stolzen Wert von 1,72 Promille. Beide werden sich demnächst wegen wechselseitiger Körperverletzung verantworten dürfen.

Kein „Schlaf des Gerechten“

INNENSTADT. Nachdem ein Gast am Tresen eingeschlafen war, sollte er die Bar verlassen. Stattdessen warf er völlig übermotiviert ein Glas herum, durch dessen Splitter ein Mitarbeiter des Lokals verletzt wurde. Zu allem Überfluss beleidigte er später noch einen Polizeibeamten.

Am frühen Morgen des Heiligen Abends, kurz nach 03:00 Uhr, war ein 32-jähriger Münchner an der Theke einer Gaststätte in der Sanderstraße eingeschlafen. Dieser Zustand war für das Personal nicht hinnehmbar, weshalb man den Mann weckte und aufforderte, die Wirtschaft zu verlassen. Das sah dieser aber nicht ein und fing einen verbalen Streit an. Der Disput gipfelte darin, dass der Münchner plötzlich ein Glas in Richtung eines 25-jährigen Beschäftigten warf. Das Glas splitterte, wodurch der Beschäftigte eine leichte Verletzung an der Hand davontrug. Nun packte der Verletzte mit Hilfe einer weiteren Person den Renitenten und führte ihn aus der Kneipe. Gleichzeitig sprach man ihm unmissverständlich ein Hausverbot aus.

Wenige Minuten später kam der Hinausgeschmissene aber wieder zurück, um nach seiner Jacke zu suchen. Nun trat die Polizei auf den Plan und bat den 32-Jährigen nach draußen, nachdem die Jacke nicht gefunden werden konnte. Er zeigte sich zunächst einsichtig, wechselte dann aber seine Stimmung über ungehalten zu aggressiv. Ein freiwilliger Alkotest führte zu einem Ergebnis von 1,84 Promille.

Dem jetzt ausgesprochenen Platzverweis kam er zwar zögerlich nach, hielt es aber offenbar für notwendig, sich noch einmal umzudrehen und einen 43-jährigen Polizisten lautstark coram publico zu beleidigen. Danach trollte er sich heftig schimpfend endgültig.

Neben gefährlicher Körperverletzung ermittelt die Polizei auch wegen Hausfriedensbruchs und Beleidigung.

Grundlose Attacke – die zweite

LENGFELD. Gegen 04:00 Uhr am Dienstagmorgen rückte die Polizei erneut bei einer Diskothek in der Gattingerstraße an. Der Einsatzgrund war wiederum eine Gewalttätigkeit.

Im Eingangsbereich des Tanzlokals schlug ein 21-jähriger Würzburger einem 23-jährigen Würzburger ohne erkennbaren Grund ins Gesicht. Der Geschlagene erlitt eine kleine Platzwunde unterhalb des linken Auges, die nicht weiter behandelt werden musste. Bis zum Eintreffen der Polizei hielten Türsteher den aggressiven jungen Mann fest.

Der Täter hatte eindeutig zu tief ins Glas geschaut. Er brachte es beim freiwilligen Alkotest auf 1,96 Promille. Wegen Körperverletzung bekommt er demnächst eine Anzeige.

Zwei gegen Einen

INNENSTADT. Vor einer Diskothek in der Gerberstraße kam es am Dienstagmorgen zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen drei Personen. Die Bilanz ist relativ ernüchternd: Ein Verletzter und bis dato zwei unbekannte Täter.

Gegen 04:15 Uhr begehrten zwei 23-jährige Würzburger Einlass in besagte Disko. Der Zutritt wurde jedoch verweigert, weshalb sich ein heftiges Streitgespräch entwickelte. Schließlich kam es zwischen einem der jungen Männer und einem Türsteher zu Handgreiflichkeiten. Ein Unbekannter soll dann von hinten auf den 23-Jährigen losgegangen sein und ihn zu Boden geschlagen haben. Ein blaues Auge und eine verletzte Nase waren das Resultat dieses Handgemenges. Der Verletzte musste von Sanitätern untersucht und rein vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden.

Zu den beiden Tätern ist nichts Hinreichendes bekannt. Alle Personen vor Ort, die nah am Geschehen waren, konnten oder wollten keine genauen Angaben machen, was sicherlich auch an der Alkoholisierung lag: Der Verletzte hatte einen Atemalkoholwert von 1,36 Promille, sein Begleiter von 1,82 Promille. Andere Herumstehende, alle sichtlich angetrunken, machten keine oder nur recht wirre Angaben. Derzeit wird in alle Richtungen ermittelt, hauptsächlich aber wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Vor diesem Hintergrund bittet die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter der Telefon-Nummer 0931/457-2230 um sachdienliche Hinweise.

Verkehrsschild gegen Tür

INNENSTADT. Kurz nach 02:30 Uhr an Heilig Abend warfen vermutlich drei Unbekannte in der Eichhornstraße ein Verkehrszeichen mitsamt seinem Standrohr in die gläserne Eingangstüre eines Fußball-Fanartikelshops. Danach flüchteten sie und konnten trotz intensiver Fahndung mit mehreren Polizeistreifen nicht mehr ausfindig gemacht werden. Ob die Täter auch Sachen aus dem Geschäft mitnahmen, ist bis dato nicht bekannt. Da kein Verantwortlicher des Ladens erreicht werden konnte, musste die Berufsfeuerwehr Würzburg die Eingangstüre mit Holzbrettern verschalen. Der Sachschaden dürfte sich auf ca. 1500 Euro belaufen.

Von den Unbekannten liegt nur eine ganz dürftige Beschreibung vor:

Männlich, bekleidet mit dunklen Kapuzenjacken.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter der Telefon-Nummer 0931/457-2230 zu melden.

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