Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Telefonaktion: viele Fragen und Wünsche an den Bischof

„Es hat sich wieder gelohnt, die Aktion anzubieten. Vor allem konnte ich zahlreiche Seelsorgegespräche mit Menschen aus allen Regionen des Bistums Würzburg führen.“ Bischof Dr. Friedhelm Hofmann war bei der zehnten Telefonaktion „Heißer Draht zum Bischof“ am Freitagnachmittag, 20. Dezember, erneut ein gefragter Gesprächspartner. Insgesamt fanden Telefongespräche mit 31 Frauen und Männern statt. Von 15 bis 18.15 Uhr hörte der Bischof ohne jegliche Verschnaufpause die Anliegen von Menschen, diskutierte über aktuelle Fragen und gab Rat und Hilfe.

Viele Fragen zur Seelsorge

Die Gespräche konzentrierten sich vor allem auf Fragen zur Seelsorge. So kam die Größe von Pfarreiengemeinschaften zur Sprache, wurden Probleme in den Gemeinden genannt, ein stärkerer Einsatz von Ordenspriestern in den Gemeinden angeregt und mehr Verantwortung für Frauen in der Kirche gefordert. Auch Fragen zur Krankenkommunion, zum Friedensgruß in der Messe und zum Weihrauchgebrauch wurden gestellt. Thema war außerdem das neue katholische Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“. Mehrere Anrufer lobten das Buch, hatten aber Fragen zur künstlerischen Gestaltung. Auch die Suche nach einem Arbeitsplatz trugen Anrufer dem Bischof vor. Sehr persönlich wurde es bei Lebens- und Glaubensfragen. Die Sorge um die Zukunft der Kirche bewegte nach den Worten des Bischofs so manchen Anrufer. Nicht zur Sprache kam die Debatte zu den Finanzen der Kirche.

Bischof will Wunsch auf Dombesuch verwirklichen

Sehr konkret wurde es, als eine schwer gehbehinderte Frau vom Untermain den Wunsch äußerte, einmal den Kiliansdom besuchen zu können. Diesen Wunsch will ihr Bischof Hofmann in nächster Zeit mit Hilfe des Malteser-Hilfsdienstes erfüllen. Ein Mann aus der Rhön, der sich selbst als „ältesten Kirchenpfleger im Bistum Würzburg“ bezeichnete, lud Bischof Hofmann zur Feier seines 85. Geburtstags im kommenden Jahr ein. Ob der Bischof dieser Einladung nachkommen kann, steht noch offen. Dass in diesem Jahr den Bischof kein Anruf aus seiner Heimatstadt Köln erreichte, nahm er gelassen hin. „Die Telefonaktion ist eine gute Möglichkeit zum Seelsorgegespräch“, sagte Bischof Hofmann zum Abschluss. Deshalb werde er kurz vor Weihnachten 2014 eine weitere Runde des „Heißen Drahts“ anbieten.

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