Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Erfolgreiche Herz-Kreislauf-Forschung

Rund zehn Millionen Euro fließen in den kommenden vier Jahren in die Herz-Kreislauf-Forschung an der Universität Würzburg: Nach einer Begutachtung hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft dem entsprechenden Sonderforschungsbereich die weitere Förderung bewilligt.

Zusammenarbeit von Medizin, Biologie und Physik

„Mechanismen und Bildgebung von Zell-Zell-Wechselwirkungen im kardiovaskulären System“, so heißt derSonderforschungsbereich 688 (SFB), in dem Wissenschaftler der Universität Würzburg seit acht Jahren über Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall forschen. Dabei waren sie bislang offensichtlich sehr erfolgreich: Nach einer Begutachtung hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft dem SFB Anfang Dezember mitgeteilt, dass er für vier weitere Jahre Geld bekommt bis 2017 insgesamt rund zehn Millionen Euro.

„Das ist eine tolle Bestätigung unserer Arbeit“, freut sich SFB-Sprecher Professor Bernhard Nieswandt. Ihm zufolge waren die Gutachter sehr beeindruckt davon, wie gut in Würzburg Wissenschaftler aus Medizin, Biologie und Physik zusammenarbeiten. Besonders mit der biomedizinischen Grundlagenforschung am Rudolf Virchow-Zentrum sei der SFB vorbildlich verzahnt.

Forschung für neue Therapien

Auch die bisherigen Forschungsergebnisse fanden die Gutachter vielversprechend, so Nieswandt: „Unsere Arbeit könnte eines Tages zu neuen Therapien bei Herzinfarkt und Schlaganfall führen.“ So wurde im SFB 688 unter anderem herausgefunden, dass eine Blockade des Blutproteins Kininogen die negativen Folgen von Schlaganfällen drastisch abschwächen kann.

Ziele in den kommenden Jahren

Für die nächste Förderperiode hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft insgesamt 18 Projekte bewilligt. In den kommenden Jahren wollen die Würzburger Forscher vor allem noch besser verstehen, wie bestimmte Entzündungsvorgänge und das Blutgerinnungssystem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenwirken. Dazu setzen sie neueste Bildgebungstechniken wie Lasermikroskopie oder Kernspintomographie ein, um diese Prozesse am lebenden Organismus direkt sichtbar zu machen.

„Unsere Ergebnisse werden die Grundlage dafür bilden, um in einigen Jahren neue Medikamente gegen diese Volkskrankheiten in den Händen zu halten“, ist sich Professor Christoph Kleinschnitz, wissenschaftlicher Sekretär des SFB, sicher.

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