Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Ehepaar stirbt bei Unfall auf A3 – Kind in Lebensgefahr

SCHLÜSSELFELD. Bei einem tragischen Verkehrsunfall ist am frühen Sonntagmorgen auf der A3 kurz vor der Anschlussstelle Schlüsselfeld ein Ehepaar aus der Schweiz ums Leben gekommen. Das Kind der beiden wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der 34-jährige Fahrer des Unfallwagens war aus bislang unbekanntem Grund auf einen vor ihm fahrenden Reisebus aufgefahren und anschließend nach rechts in eine Leitplanke gekracht. Er wurde nur leicht verletzt. Die Insassen des vollbesetzten rumänischen Reisebusses kamen mit dem Schrecken davon. Die A3 war in Richtung Süden stundenlang gesperrt.

Auf Reisebus aufgefahren 

Gegen 1:45 Uhr war der 34 -jährige Toyotafahrer aus der Schweiz auf der A3 Richtung Nürnberg unterwegs. Etwa einen Kilometer vor der Anschlussstelle Schlüsselfeld fuhr er dann aus bislang unbekannten Grund auf einen vor ihm fahrenden Reisebus auf und schleuderte anschließend gegen die rechte Leitplanke. Dort wurde der Toyota eingeklemmt. Die 27-jährige Beifahrerin war sofort tot, ihr 39 Jahre alter Ehemann, der auf der Rücksitzbank saß, erlitt so schwere Verletzungen, dass die sofort durchgeführten Reanimationsmaßnahmen erfolglos blieben. Er starb ebenfalls noch am Unfallort. Die dreijährige Tochter des Schweizer Ehepaares wurde lebensgefährlich verletzt. Das Mädchen kam mit einem Rettungshubschrauber in eine Nürnberger Klinik. Sein Zustand ist weiterhin kritisch. Der Unfallverursacher wurde leicht verletzt und kam ebenfalls in ein Krankenhaus. Zahlreiche Rettungswagen aus dem Landkreis Bamberg sowie zwei Notärzte kümmerten sich vor Ort um die Versorgung der Verletzten.

Insassen des Reisebusses unverletzt 

Die 53 Insassen des vollbesetzten Reisebusses, der auf dem Weg von London nach Rumänien war, blieben glücklicherweise unverletzt. Der Bus wurde jedoch im Heckbereich stark beschädigt; der dabei entstandene Sachschaden beträgt etwa 30.000 Euro. Der Toyota wurde völlig zerstört.

Die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried hat die Ermittlungen zur Unfallursache übernommen. Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg ein Sachverständiger hinzugezogen.

Feuerwehr mit 25 Mann im Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr Schlüsselfeld war mit etwa 25 Mann zur Unfallstelle ausgerückt und kümmerte sich um die technische Hilfeleistung sowie die Reinigung der Fahrbahn. Die Autobahnmeisterei kümmerte sich um die erforderlichen Verkehrslenkungsmaßnahmen sowie die Sicherung der beschädigten Leitplanken. Die A3 war in Richtung Süden bis 6:00 Uhr komplett gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Geiselwind ausgeleitet.

 

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