Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Bernd Freier und Thorsten Fischer retten die s.Oliver Baskets

Die Unternehmer Bernd Freier (Inhaber und Leiter der s.Oliver Bernd Freier GmbH & Co KG) und Thorsten Fischer (Geschäftsführer der flyeralarm GmbH) übernehmen zu je 50 % die Gesellschaftsanteile der „Sport- und Event Würzburg Baskets GmbH“ und lösen alle Altgesellschafter aus.

Neue Gesellschafterform soll Zukunft der Baskets sichern

Heute Morgen unterschrieben die beiden neuen Eigentümer der Baskets die notariellen Unterlagen. Zur Pressekonferenz am Abend schickten die   frisch gebackenen Gesellschafter Freier und Fischer allerdings einen weiteren Würzburger Unternehmer. Dr. Rainer Schum (J. E. Schum GmbH & Co. KG), der per Beschluss Mitglied eines noch zu bildenden Aufsichtsrates der Baskets GmbH werden  und der anwesenden Presse bei der heutigen Konferenz Auskunft geben soll.

Die Hauptvoraussetzung, um das Basketballprojekt in Würzburg fortzusetzen, sei vor allem die umgehende Schließung der Liquiditätslücke, so Schum. Um dies langfristig zu gewährleisten, wurden die Sponsoringverträge mit den Firmen s.Oliver und flyeralarm bis 2015 verlängert. Auch Premiumsponsor Knauf weitet sein sportliches Engagement für den Würzburger Basketball für diesen Zeitraum aus. Dr. Schum betont ausdrücklich, dass neben dem nicht geringen finanziellen Einsatz der erwähnten Personen und Firmen, es auch dem Mitwirken der Altgesellschafter sowie eine Vielzahl an „kleinen Rädchen“ zu verdanken sei, dass die Zukunft der Baskets nun gesichert ist. Zudem lassen die Gesellschafter Freier und Fischer über ihren Repräsentanten mehrmals betonen, nicht in das operative Geschäft des Clubs eingreifen zu wollen.

Liebler dankbar

Der Geschäftsführer der Baskets, Steffen Liebler, kann sich mit der neuen Situation sehr glücklich schätzen. Er ist allen beteiligten Personen „unendlich dankbar“, dass eine  Lösung gefunden wurde. Noch am Freitag musste Liebler nach Köln zur  Beko BBL reisen, um dort eindeutige Unterlagen vorzuweisen, die eine wirtschaftliche Tragfähigkeit der Baskets belegt. Denn vor kurzer Zeit wurde bekannt, dass sich die Würzburger in einer scheinbar plötzlichen finanziellen Schieflage mit einem Defizit von über 835.000 Euro befinden.

Dass man die Liga vom finanziellen Fortbestand der Baskets überzeugen konnte, weiß man seit gestern. Ebenfalls, dass sie den Satzungsverstoß der Baskets mit einer Strafe von 40.000 Euro und 2 Punkten Abzug in der aktuellen Tabelle ahnden. Warum die Liga neben dem Punktabzug auch fast die mögliche Höchststrafe von 50.000 Euro gewählt hat, wurde zwar intern begründet, wird aber nicht öffentlich kommunziert.

Baskets und Mack trennen sich

Der Liquiditätsnachweis und die Begleichung der Strafe hebt derweil nicht die Genehmigungspflicht von Nachverpflichtungen durch die Liga auf. Das heißt zum Beispiel, dass durch die heute bekannt gegebene einvernehmliche Auflösung des Vertrages zwischen den s.Oliver Baskets und Lamont Mack, nicht automatisch die Möglichkeit gegeben ist, einen neuen Spieler für ihn zu verpflichten.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=v053pnKa7ys
Youtube Video von Heiko Becker

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