Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Winterdienst: welche Straßen und Radwege räumt die Stadt?

Welche Straßen werden zu welchen Uhrzeiten geräumt? Welche Radwege werden von Schnee und Eis befreit? Und warum gibt es viele Flächen, die nicht bzw. erst spät berücksichtigt werden? Hier alle Infos:

Verkehrsbedeutende und gefährliche Straßen haben Vorrang

Die Winterdiensteinsätze werden nach einem über viele Jahre hinweg bewährten, ständig optimierten und strategischen Konzept durchgeführt, welches darauf beruht, dass bei den Kommunen die Aufgabe verbleibt verkehrsbedeutende und gefährliche Straßen, Straßenabschnitte, Kreuzungen, Fußgängerüberwege und örtliche Gefahrenstellen etc. zu räumen und zu streuen. Alles in den Grenzen von Notwendigkeit, Leistungsfähigkeit und Zumutbarkeit des Winterdienstes – so die Stadt Würzburg in einer Pressemitteilung.

Einteilung der Straßen nach Stufen 1-3

Die Einteilung der örtlichen Straßen und Wege einschließlich der Radwege in Prioritäten bzw. Dringlichkeitsstufen von 1 bis 3 entspricht den für die allgemeine Verkehrssicherheit erforderlichen Anforderungen an die Räum- und Streupflicht der Gemeinden, sowie der Verpflichtung zu einem wirtschaftlichen Einsatz von Haushaltsmitteln im Winterdienst. Die restlichen nicht in diese Prioritäten bzw. Dringlichkeitsstufen fallenden Straßen sind reine Anliegerstraßen und Wohnwege mit weniger Verkehr, meist geringer Breite und teilweise ohne Gehwege. Das Winterradwegenetz kann unter www.wuerzburg.de/stadtreiniger („Die Stadtreiniger“ und „Winterdienst“ auswählen) abgerufen werden.

Priorität 1 bis 3

  • Priorität 1: Straßenwinterdienst wird durchgeführt. Verkehrsbedeutende und gefährliche Straßen und Plätze, insbesondere Hauptstraßen, Durchgangsstraßen, Buslinien, Krankenhäuser, Schulen.
  • Priorität 2: Straßenwinterdienst wird durchgeführt. Verkehrsbedeutende Nebenstraßen und Berg­strecken.
  • Priorität 3: Kein Straßenwinterdienst. Nachrangige Nebenstraßen (Wohn- und Spielstraßen, Tempo-30-Zonen, etc.)

Umgeräumt nach 20 Uhr und vor 7 Uhr

Nach 20 Uhr und vor 7 Uhr muss an Werktagen und vor 8 Uhr an Sonn- und Feiertagen der Straßenbenutzer davon ausgehen, dass nicht geräumt oder gestreut ist. In dieser Nachtzeit greift auch der Städtische Straßenwinterdienst nur in Extremfällen ein. Für den Straßenwinterdienst in Würzburg sorgen die Stadtreiniger mit den Abteilungen Straßenreinigung und Fuhrpark unterstützt von der Fachabteilung Tiefbau aus dem Baureferat sowie dem Gartenamt und dem Fachbereich Sport. Auf Teilen der Einfallstraßen ist auch das Staatliche Straßenbauamt unterwegs.

Feuchtsalz und Sole im Einsatz

Seit dem Jahr 1999 wird in Würzburg Feuchtsalz eingesetzt. Hierfür steht eine Feuchtsalzmischanlage und entsprechende Tanks an den Lastwagen zur Verfügung. Ziel ist damit die eingesetzte Salzmenge zu reduzieren und bei trockenem Eis eine bessere Tauwirkung zu erzielen.

Seit dem letzen Winter wird z.B. im Bereich von Radwegen auch reine Sole ausgebracht Diese neue Technik wird im Winterradnetz und auf anderen       Radwegen eingesetzt. Die reine Solestreuung reduziert die Ausbringung von Granulat und Salzgemischen und erhöht die Sicherheit auf den Radwegen. Der Vorteil liegt in der reduzierten Menge bei sofortiger Wirkung und längerer Verbleib auf der Oberfläche. Nachteil ist die Einsatzmöglichkeit nur bis ca.
-6,0º C.

Fahrzeuge und Schuhwerk anpassen

Bei allen Bemühungen der Stadt Würzburg kann der Winterdienst den Verkehrsteilnehmern nicht die Verantwortung abnehmen, selbst besondere Vorsicht walten zu lassen und sich den winterlichen Verhältnissen anzupassen. Dies bedeutet, auch die Fahrzeuge bzw. das Schuhwerk den winterlichen Bedingungen anzupassen.

Das Team im Straßenwinterdienst

Der Winterdienst wird vom Betrieb Die Stadtreiniger/Straßenreinigung geleitet. Für Einsätze stehen insgesamt zur Verfügung:

  • Die Stadtreiniger/Abt. Straßenreinigung               ca. 78 Beschäftigte
  • Die Stadtreiniger/Abt. Fuhrpark                              ca. 39 Beschäftigte
  • Fachabteilung Tiefbau (Baureferat)                        ca. 27 Beschäftigte
  • Gartenamt                                                                       ca.   8 Beschäftigte
  • Fachbereich Sport                                                        ca.   3 Beschäftigte

 

Die Technik im Straßenwinterdienst

Im Einsatz sind:

  • 13 schwere und mittlere Lastwagen (davon 12 mit Feuchtsalzstreuer – siehe hierzu auch gesonderte Ausführungen) einschließlich 2 Unimogs mit Räumschild und Streuer
  • 1 Gabelstapler
  • 19 Kleinfahrzeuge (davon 7 mit Feuchtsalzstreuern und 2 mit Soleausbringung zum Räumen und Streuen auf Wegen und kleineren Straßen
  • dazu Transportfahrzeuge und Ausrüstung für die örtlichen Arbeits­gruppen
  • Salzlager in der Aumühle, im Neuen Hafen, in Heidingsfeld und auf dem Heuchelhof mit ca. 4.500 to Salz
  • Streugutlager mit 730 to Lava-Granulat und 250 to Streugutgemisch
  • 1 Feuchtsalzanlage (9.000 Liter) in der Aumühle
  • ca. 300 örtliche Salzkisten
- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT