Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

8. November 1895 – Röntgen entdeckt unsichtbare Strahlen in Würzburg

Vor genau 118 Jahren entdeckte der an der Universtität Würzburg zweitweise forschende Wilhelm Conrad Röntgen am Physikalischen Institut die nach ihm benannten unsichtbaren Strahlen. 6 Jahre später, 1901 erhielt er dafür den Nobelpreis.

Studiert hat der aus Remscheid stammende Physiker übrigens das Fach Maschinenbauingenieurwesen an der ETH Zürich – ohne Abitur. Er flog nämlich von der damaligen technischen Schule in Utrecht, weil er fälschlicherweise für den Urheber einer Karikatur seines Klassenlehrers gehalten wurde. Nach einem Aufbaustudium in Physik promovierte Röntgen an der Universtität Zürich.

1870 zog es ihn nach Würzburg, weil sein Doktorvater August Kundt seinem Ruf als Professor an die hiesige Universität gefolgt ist. Seine Habilitation durfte er aber nicht in Würzburg schreiben, da ihm immer noch das Abitur fehlte. Seinen Professortitel erhielt er deswegen an der Universtität Straßburg. Es brauchte schon Prinzregent Luitpold, der 1888 den Forscher zum Professor der Universität ernennt und ihr 5 Jahre später sogar als Rektor vorstand.

Am 8. November 1895 gelang Röntgen dann seine größte wissenschaftliche Leistung: die Entdeckung der X-Strahlen, die später zum heutigen Namen Röntgenstrahlen umbenannt wurden. Am 22. Dezember gelang das  Röntgenbild, auf der die Hand seiner Frau inklusive des Eheringes zu erkennen ist. Das weltbekannte Bild der Hand mit zwei Ringen ist nicht aber nicht von Röntgens Ehefrau, sondern die von Albert von Kölliker, ebenfalls ein Professor der Universtität Würzurg. Es entstand auch erst im Januar 1896.

Im Jahre 1900 zog es ihn schließlich an die Universtität München. Das Preisgeld von 50.000 Kronen für den im Jahre 1901 verliehenen Nobelpreis stiftete er aber der Universität Würzburg.

Auf ein Patent seiner Entdeckungen verzichtete er ebenfalls, denn nach seiner Ansicht gehören zumindest seine Erfindungen der Allgemeinheit und sollte nicht einzelnen Unternehmen gehören. Das führte schließlich dazu, dass Röntgenapparate eine schnellere Verbreitung erlangten als es vielleicht mit Patenten gewesen wäre.

3 Jahre nach seiner Emeritierung starb Röngen am 10. Februar 1923 im Alter von 77 Jahren an Darmkrebs.

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