Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Lupus: Stadt untersagt weitere Auftritte in Uniform

Heute fand um 12.30 Uhr im Rathaus ein Gespräch mit dem Sprecher der Einsatzgruppe Lupus statt. Ziel war es, sich zunächst einen Eindruck über Zielrichtung und Motivation der Gruppierung zu verschaffen, die zuletzt auch über die Medien große Aufmerksamkeit in Würzburg erfuhr. Teilt die Stadt Würzburg in einer Pressemitteilung mit.

Polizei ermittelt wegen weiterer Straftaten

Die Stadt wies darauf hin, dass im Auftreten der Gruppe z. B. mit Pfefferspraypistolen der Straftatbestand der Bildung einer bewaffneten Gruppe vorliegen könnte. Im eigenen Interesse sollten sich alle Gruppenmitglieder darüber im Klaren sein. Nach Informationen der Polizei wird zudem bezüglich weiterer Straftaten im Zusammenhang mit dem nächtlichen Auftreten der Gruppe ermittelt. Darüber hinaus verfügen die Gruppenmitglieder über keine ausreichenden fachlichen Kompetenzen beispielsweise im Bereich der Kommunikation und Deeskalation. Dies sei aber, so machte die Stadt klar, zur Vermeidung einer Selbst- bzw. Fremdgefährdung unbedingt erforderlich.

Uniformen und Mitführen von Waffen untersagt

Deshalb untersagte die Stadt noch im Gespräch am Freitag das weitere Auftreten der Gruppe auf öffentlichen Flächen im Stadtgebiet Würzburg in uniformiertem Zustand bzw. unter Mitführen von Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen. Denn diese gefährden die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Zum einen könne das Vorliegen von Straftaten nicht ausgeschlossen werden. Zum anderen ist mit der Eskalation einzelner Situationen zu rechnen. Das Mitführen von Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen könne zudem Nachahmer finden, wenn dies bei der nun in der ganzen Stadt bekannt gewordenen Einsatzgruppe Lupus
geduldet würde. So die Stadt Würzburg.

„Polizei und Stadt haben die Situation in Würzburg im Griff“

Der Sprecher von Lupus kündigte an, ab sofort freiwillig auf das uniformierte Auftreten beziehungsweise das Mitführen von Waffen und gefährlichen Gegenständen verzichten zu wollen. In einem Gespräch mit unserer Redaktion sprach er von einem konstruktiven Austausch mit der Stadtverwaltung. Die Stadt wird dieses Verbot jedoch  in der nächsten Woche nochmals schriftlich unter Androhung von Zwangsmitteln verfügen.
Gegen das „zivile Streife laufen“ hat die Stadt aktuell keine ordnungsrechtliche Handhabe. Alexander Hoffmann, Leiter des Fachbereich Allgemeine Bürgerdienste, betonte aber: „Ein Blick in die Kriminalstatistik zeigt, die Polizei und die Stadt haben die Situation in Würzburg im Griff. Es braucht keine „Verstärkung“. Das
zielgerichtete Aufsuchen von konfliktträchtigen Situationen und Örtlichkeiten ist Aufgabe der Polizei.“

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