Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Mit mehr als 200 km/h durch die Einhausung: 43-Jährige gestoppt

ASCHAFFENBURG. Eine 43-Jährige ist am Montagmorgen in der Lärmschutzeinhausung der A3 im wahrsten Sinne des Wortes mit über 200 km/h an einem Streifenwagen vorbeigerast. Die Ordnungshüter stoppten den BMW der Frau kurze Zeit später. Jetzt laufen diverse Ermittlungsverfahren gegen die Ukrainerin.

100 km/h zu schnell unterwegs

Kurz vor 04.30 Uhr war eine Streifenbesatzung der Aschaffenburger Polizei auf der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs, als ein BMW mit ganz offensichtlich deutlich überhöhter Geschwindigkeit an dem uniformierten Dienstwagen vorbeibrauste. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und dokumentierten bei vorgeschriebenen 100 km/h eine Geschwindigkeit von über 200 km/h. Nachdem sie zu dem BMW aufgeschlossen hatten, wurde der Wagen aus dem Verkehr gezogen.

Gefälschte Dokumente vorgezeigt

Am Steuer trafen die Polizisten auf eine 43-Jährige, die alleine in dem Wagen unterwegs war. Um den gravierenden Geschwindigkeitsverstoß ordnungsgemäß zu ahnden, ließen sich die Beamten den Führerschein und die Wagenpapiere aushändigen. Dabei stellte sich heraus, dass die Ukrainerin ein sogenanntes „Phantasiedokument“ vorzeigte. So werden z.B. Führerscheine bezeichnet, die den Anschein erwecken, der Fahrer hätte eine Fahrerlaubnis. Allerdings sind sie definitiv nicht von einer Behörde ausgestellt worden. Die konsequente Folge: ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung.

Amphetamin im Wagen gefunden

Dem nicht genug, fanden die Ordnungshüter in dem Wagen der Frau auch noch eine kleine Menge weißes Pulver, welches ein Schnelltest als Amphetamin identifizierte. Dieses wurde sichergestellt. Die 43-Jährige wurde nun vorläufig festgenommen und musste mit zur Polizeidienststelle kommen. Nachdem sie keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde zur Sicherung des Strafverfahrens und einer möglichen Geldstrafe auf Anordnung der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1000 Euro festgesetzt. Nachdem die Beschuldigte den Betrag bezahlt hatte, kam sie wieder auf freien Fuß. Ein Bekannter mit Führerschein holte sie ab.

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