Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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GEMA – pro & kontra? Veranstaltungsreihe des Dachverbands freier Würzburger Kulturträger

Plakatlayout_Dachverband_GemaDie GEMA bekam in den letzten Jahren eine Menge schlechte Presse. Die Vielzahl ihrer Tarife sollten zu wenigen Tarifen zusammengefasst werden. Das würde in bestimmten Fällen zu absurden Tarifsteigerungen führen. Daher wurden die neuen Tarife teilweise ausgesetzt und es wird verhandelt.

Aber kann es mit einer Monopoleinrichtung wie der GEMA überhaupt sinnvolle Verhandlungen geben ? Oder ist die GEMA gar nicht so schlecht wie ihr Ruf ? Gibt es demnächst eine Alternative zur GEMA ? Was werfen die Kritiker der GEMA konkret vor? Eine Vielzahl an Fragen rund um ein sehr komplexes Thema.

Der Dachverband freier Würzburger Kulturträger veranstaltet gemeinsam mit dem Kulturreferat drei Veranstaltungen im Kulturhaus Cairo (Fred-Joseph-Platz 3, Würzburg), die sich mit dem Thema befassen. Beginn ist jeweils 20.00 Uhr, die Veranstaltungen sind kostenlos.

Link zur Facebook-Veranstaltung.

Veranstaltungen

23.9. Einzelberatung mit dem Würzburger Anwalt & Gema-Spezialist Werner Nied

Achtung: Vorherige Anmeldung mit kurzer Problembeschreibung an dv-wue@arcor.de ist zwingend. (Hier werden Mitglieder des Dachverbands bevorzugt).

30.9. Kritik & Alternativen

Podiumsdiskussion & Vorstellung der GEMA-Alternative C3S

Gäste: Karsten Schölermann (Vorsitzender des Deutschen Musikclubverbandes „LiveKomm“) und Danny Bruder (Mitgründer der GEMA Alternative C3S).

Die „C3S“ ist eine Initiative mit dem Ziel, eine neue europäische Verwertungsgesellschaft zu gründen. Noch ist die C3S eine Initiative ohne juristische Form. Die Gründung der C3S als juristische Person ist für den 25. September 2013 geplant. Der Antrag auf Zulassung als deutsche Verwertungsgesellschaft wird voraussichtlich zwei Jahre später beim DPMA eingereicht werden. Die C3S kann, darf und wird bis dahin keine Rechte für Urheber wahrnehmen.

Die „LiveKomm“ ist die bundesweite Interessensvertretung der Live-Musikspielstätten und in dieser Funktion natürlich mit der GEMA Problematik befasst. Die „LiveKomm“ ist zudem einer der Verhandlungspartner der GEMA bei der Entwicklung der neuen Tarife.

7.10. Warum die Gema wichtig ist

Gema-Bezirksdirektor Jürgen Baier stellt den aktuellen Verhandlungsstand im Tarifstreit vor und erklärt, warum die GEMA weiterhin wichtig und oft besser als ihr Ruf ist. Außerdem steht er für Fragen zur Verfügung und nimmt zu den Kritikpunkten vom 30.9. Stellung.

Infos zu den Referenten

Karsten Schölermann:

Karsten Schölermann (Jahrgang 1960) war Anfang der 80er Jahre zunächst Musiker – später studierte er Betriebswirtschaft mit Diplomabschluß. Er betreibt seit 1983 das Hamburger „KNUST“. Er ist seit 2012 Präsident des Bundes-Spielstättenverbandes „LIVEKOMM“, Vorstandsmitglied des Hamburger Clubkombinates und der Hamburger Clubstiftung. Zu seinen Hamburger Aktivitäten gehören auch die Veranstaltungen „Rockspektakel“ (Rathausmarkt) und „Hafenrock“ (Hafengeburtstag) – die beide seit über 20 Jahren zum festen Rockmusikprogramm in der Hansestadt gehören und ohne Subventionen oder Eintrittsgelder auskommen. Zusammen mit seinem Partner Eberhard Gugel ist er darüber hinaus seit 1994 Mitinhaber des LOGO.

Ergänzt wird das Veranstaltungsspektrum noch von etwa einem Dutzend Laufsportveranstaltungen. Als jahrelanger Leichtathlet ist er seit 1990 unter anderem für den 10-Kilometer-Lauf um die Alster und den Hamburger Halbmarathon verantwortlich – beide gehören zu den größten ihrer Art in Deutschland.

Danny Bruder:

Danny Bruder ist ein deutscher Musiker/Musikproduzent, Rapper/Sänger und Autor. Danny Bruder startete seine musikalische Laufbahn 1987 im Georg-von-Rauch-Haus. in Berlin. Er war in den 1990er Jahren Mitglied der Berliner Hardcore-Punk/Crossover-Band „Gunjah“, sowie der Hip Hop/Funk-Bands „CPS“ und „Das Department“. Seit dem Jahr 2000 ist er außerdem mit seinem Kompagnon Kronstädta unter dem Namen „Bruder & Kronstädta“ musikalisch aktiv. Im Jahre 1999 initiierte er gemeinsam mit Kronstädta das Projekt „Keine Macht Für Niemand 2000 –Die Erben Der Scherben“, das im Jahr darauf auf BigPop Records veröffentlicht wurde.

 Seit 2004 ist Danny Bruder vermehrt als Aktivist für freie Musik in Erscheinung getreten. So trat er beispielsweise aus der GEMA aus und entwickelte gemeinsam mit einem befreundeten Programmierer das Copycan-Projekt, welches auf dem Street Performer Protocol basiert. Er hielt Vorträge auf der „Re:publica“, „Wizards of OS“, dem „Chaos Communication Congress“ im Jahr 2009 auf der „all2gethernow“ und 2010 auf dem ersten Youtube User Congress in der c-base

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