Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Drogenfahnder weiterhin als "Erntehelfer" aktiv: Erneut Marihuanapflanzen entdeckt

MASSBACH. Die Drogenfahnder der unterfränkischen Polizei sind weiterhin erfolgreich als „Erntehelfer“ im Einsatz. Auch am Mittwoch stießen Beamte der Kripo Schweinfurt wieder auf einige Cannabispflanzen, die ein Mann im Freien angebaut hatte. In den zurückliegenden Wochen waren die unterfränkischen Drogenfahnder bereits in zahlreichen anderen Fällen auf zum Teil professionell betriebene Marihuanaaufzuchtanlagen gestoßen.

Nach Durchsuchungsbeschluss: Beamte entdecken Marihuanapflanzen

Am vergangenen Mittwoch waren Kripobeamte aus Schweinfurt bei einem Mann in Massbach aufgetaucht. Hier hatte es im Vorfeld Erkenntnisse gegeben, dass der Beschuldigte im Besitz von Betäubungsmitteln sein könnte. Nachdem sich diese Verdachtsmomente konkretisiert hatten, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt ein Durchsuchungsbeschluss erlassen. Damit standen die Drogenfahnder dann am Mittwoch vor der Tür des Mannes.
Die Beamten entdeckten auf dem Gelände elf Cannabispflanzen in verschiedenen Wachstumsstadien. Fünf der Pflanzen standen bereits kurz vor der Ernte. Auch geringe Mengen Marihuana sowie verschiedene Rauschgiftutensilien fielen den Polizisten in die Hände. Gegen den Beschuldigten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Aufzuchtanlage bei Kellerbrand entdeckt

Eine der spektakulärsten Fälle ereignete sich Anfang September in Würzburg. Hier hatte die Polizei nach einem Kellerbrand in der Wohnung eines 54-Jährigen eine professionelle Marihuanaaufzuchtanlage sowie zwei Kilogramm Marihuana sichergestellt. Außerdem entdeckten die Fahnder ca. 100 Wurzelballen von bereits abgeernteten Marihuanapflanzen. Der Betreiber der Anlage sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. In zwei Fällen waren es Ruhestörungen, die die Polizei auf den Plan rief. Hier stießen die Beamten mehr oder weniger durch Zufall ebenfalls auf eine größere Anzahl an Marihuanapflanzen.

Zahlreiche Fälle in Unterfranken

In den zurückliegenden Wochen sind unterfränkische Rauschgiftfahnder bereits mehrfach auf illegal betriebene Marihuanaplantagen gestoßen. Zumeist hatten die Beamten im Vorfeld im Rahmen anderer Ermittlungen Kenntnis davon erlangt, dass illegal Marihuanapflanzen angebaut wurden. In den meisten Fällen waren Durchsuchungsbeschlüsse ergangen, mit denen die Drogenfahnder sich dann auf den Weg zu den Beschuldigten machten.

In einem Oerlenbacher Ortsteil im Landkreis Bad Kissingen beschlagnahmten Schweinfurter Drogenfahnder vor gut einer Woche 140 ausgewachsene Marihuanapflanzen. Außerdem stellten die Beamten zwei Kilogramm bereits abgeerntetes Marihuana u.a. in einer Gefriertruhe sicher.
In einem weiteren Fall waren Schweinfurter Polizeibeamte im Juni gerufen worden, weil man in einer Wohnung einen Einbrecher vermutete. Statt des Einbrechers fanden die Polizisten dann in der Wohnung eine kleine Haschischplantage, die zum Teil schon abgeerntet war.
Etwas länger mussten dann Schweinfurter Drogenfahnder auf zwei Verantwortliche einer Plantage warten, die in den Weinbergen im Kolitzheimer Ortsteil Stammheim einen illegalen Anbau betrieben hatten. Hier wurden in der zweiten Septemberwoche zwei Männer festgenommen, als sie die Pflanzen gießen wollten.
Ebenfalls in einem Weinberg fündig wurden Drogenfahnder aus Aschaffenburg im August, als sie außerhalb von Klingenberg 25 Marihuanapflanzen entdeckten. Hier wird gegen drei Männer im Alter von 18-20 Jahren ermittelt.

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