Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Fahrkartenautomat gesprengt: Täter verletzt

GAUBÜTTELBRUNN. In der Nacht zum Dienstag gegen 1.50 Uhr ging eine Störungsmeldung bei der Leitstelle der Bahn ein. Die sofort alarmierten Einsatzkräfte fanden an der Haltestelle Gaubüttelbrunn auf Gemarkung Wittighausen einen völlig zerfetzten Fahrkartenautomaten vor. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatten der oder die Täter zunächst versucht, den Fahrkartenautomaten gewaltsam zu öffnen – offenbar aber wohl ohne Erfolg. Anschließend wurde der Automat offensichtlich auf bislang nicht bekannte Art und Weise aufgesprengt. Der oder die Täter erbeuteten dabei lediglich Münzgeld, wofür sie allerdings ihr Leben aufs Spiel setzten.

Täter verletzt

Möglicherweise wurde bei der gefährlichen Sprengung ein Täter nicht unerheblich verletzt, da am Tatort eine größere Blutlache zurückblieb, heißt es. Die Polizei leitete unverzüglich Fahndungsmaßnahmen ein, die am Dienstagmorgen auch mittels Polizeihubschrauber fortgesetzt wurden. Täterhinweise liegen bislang nicht vor. Das Phänomen, dass es Straftäter auf Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn abgesehen haben, ist kein Einzelfall und derzeit bundesweit zu beobachten. Der Schaden am zerstörten Fahrkartenautomaten in Wittighausen wird auf rund 16 000 Euro geschätzt. Zur Aufklärung des Verbrechens wurde eine gemeinsame Ermittlungsgruppe aus Beamten der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung in Stuttgart und der Kriminalpolizei Tauberbischofsheim eingerichtet.

Zeugen gesucht

Die Ermittler bitten in diesem Zusammenhang um Zeugenhinweise. Wer hat in den Abendstunden des Montags oder in der Nacht zum Dienstag gegen 1.30 Uhr Beobachtungen an der Haltestelle Gaubüttelbrunn gemacht? Wer hat in den Tagen zuvor vielleicht verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Bahnanlage festgestellt? Da sich zumindest ein Täter bei der Tat verletzt haben dürfte und stark geblutet hat, könnte auch diese Spur zu Hinweisen führen.

Hinweise nimmt die gemeinsame Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizei Tauberbischofsheim unter Tel. (0 93 41) 81-0 entgegen.

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