Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Empfang für neue Auszubildende an der Uni Würzburg

15 junge Frauen und Männer haben Anfang September an der Universität Würzburg eine Ausbildung begonnen. Organisiert vom Personalrat, wurden sie jetzt von Unikanzler Dr. Uwe Klug willkommen geheißen. Das Treffen war das erste dieser Art und soll in Zukunft ein fester Termin im Kalender werden.

„In einer Bibliothek bin ich an der richtigen Stelle“

„Ich habe schon von klein auf viel Zeit in der Stadtbibliothek verbracht und nach einer Reihe von Praktika war mir klar: In einer Bibliothek bin ich an der richtigen Stelle.“ In den kommenden drei Jahren hat Sabrina Strohalm nun die Gelegenheit zu überprüfen, ob ihre Entscheidung die richtige war. Am 1. September hat die 16-Jährige an der Würzburger Universitätsbibliothek ihre Ausbildung zu Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Bibliothek begonnen.
Wo sie da eigentlich gelandet ist, davon konnte sich Sabrina Strohalm jetzt einen ersten Eindruck verschaffen: Am vergangenen Donnerstag hatten der Personalrat und der Kanzler der Universität Würzburg sämtliche neuen Auszubildenden in den Senatssaal der Neuen Uni am Sanderring eingeladen, um sie offiziell willkommen zu heißen. Neben den Grußworten und vielen Informationen bestand dort auch die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen ungezwungen ins Gespräch zu kommen.

Ein besonderes Angebot für Studierende

Einen anderen Weg hat Philip Maier eingeschlagen. Er hatte bereits einige Semester Sonderpädagogik an der Universität Würzburg studiert, bis ihm klar wurde, dass er mit diesem Beruf auf Dauer nicht glücklich werden würde. Beim Jobben in einer Firma merkte er, dass ihm eine handwerkliche Tätigkeit liegt. Nun hat er in der Zentralwerkstatt der Universität seine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker begonnen – im Rahmen des Karriereprogramms Handwerk.
Dies bundesweit bislang einmalige Pilotprojekt steht unter dem Motto „Studienanschluss statt Studienabbruch“. Es soll Studienabbrechern eine Zukunft im Handwerk eröffnen, etwa in den Bereichen Elektronik, Metallbau, Hörgeräteakustik oder Schreinerei/Tischlerei. Kooperationspartner sind die Handwerkskammer für Unterfranken und die Universität Würzburg.
Die Teilnehmer durchlaufen eine Ausbildung, die um ein Jahr verkürzt werden kann. Statt der herkömmlichen Berufsschule besuchen sie spezielle Kurse der Handwerkskammer. Noch während der Ausbildung können sie Teile der Meisterprüfung und Fortbildungen wie die „Qualifikation zum/zur Technischen Fachwirt/in“ absolvieren. Und schon im dritten Jahr können sie ihren Meister machen und in Führungspositionen wechseln.
Bis es soweit ist, wird Philip Maier in der Zentralwerkstatt unter anderem die Wünsche der Wissenschaftler so weit wie möglich erfüllen. „Wir stellen Geräte für Labore und Experimente her oder verändern sie, wenn dies erforderlich ist“, schildert er seine Arbeit. Oder er schweißt, wie in seiner ersten Woche als Auszubildender, passende Tische für eine neue Laboreinrichtung.

Viele Ausbildungsberufe an der Uni

15 Männer und Frauen haben am 1. September 2013 an der Universität Würzburg ihre Ausbildung begonnen; 50 Auszubildende gibt es derzeit insgesamt. Das Spektrum der angebotenen Berufe ist breit: Es reicht vom Gärtner und Elektroniker über den Chemie- und Biologielaboranten bis zum Bibliothekar und Beamtenanwärter.
„Ich freue mich, dass Sie sich dazu entschlossen haben, an der Universität Würzburg Ihre Ausbildung zu machen.“ Mit diesen Worten begrüßte Unikanzler Dr. Uwe Klug die neuen Auszubildenden im Senatssaal in seiner Funktion als Dienstvorgesetzter des nicht-wissenschaftlichen Personals der Universität. Gleichzeitig dankte er dem Personalrat für dessen Initiative, die Willkommensveranstaltung zu organisieren und wünschte sich eine Fortsetzung in den kommenden Jahren. Den neuen Mitarbeitern wünschte Klug für ihre Zukunft angenehmes Arbeiten in einer kollegialen Atmosphäre und vor allem „erfolgreiche und schöne Jahre, die Sie fest mit unserer Universität verbinden mögen“.

Jede Menge Informationen

Im Anschluss an die Begrüßung bekamen die neuen Auszubildenden vom Personalrat jede Menge Informationen präsentiert. Sven Winzenhörlein gab ihnen einen Überblick über die Geschichte der Universität; Sabine Stahl stellte ihnen die wichtigsten Gesetze vor, die für sie von Bedeutung sein könnten; Friedrich Thiele schilderte Details rund um die Wahl der Jugend- und Auszubildendenvertretung, die am 26. November stattfindet.

Darüber hinaus präsentierten sich viele Serviceeinrichtungen der Universität, die sich um die Belange der Beschäftigten kümmern: Suchtprävention, Ausbilderkreis, Gleichstellungsbeauftragte, Betriebsarzt, Personalabteilung und Schwerbehindertenvertretung.

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