Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

IHK-Studie: Würzburg beliebt als Einkaufsstadt

Der Würzburger Einzelhandel wird in diesem Jahr rund Rund 1,2 Milliarden Euro umsetzen. Das geht aus der Einzelhandels-Analyse der IHK für 2013 hervor. Damit ist die Universitätsstadt Spitzenreiter im Mainfränkischen Vergleich.Viele Kunden kommen dabei aus den Landkreisen Würzburg, Kitzingen oder auch Main-Spessart. Basis der Erhebungen sind die Zahlen der Gesellschaft für Konsum-,Markt- und Absatzforschung Nürnberg (GfK).

 

Würzburger haben am meisten Geld für Konsum

Am meisten Geld für Einzelhandelseinkäufe haben mit 5.548 Euro pro Person die Einwohner der Stadt Würzburg zur Verfügung. Deutlich bescheidener geht es im Landkreis Rhön-Grabfeld mit 4.935 Euro zu. Bis auf die Stadt Würzburg liegen alle mainfränkischen Landkreise unter dem Bundesdurchschnitt von 5.500 Euro pro Person.

Umsatz bei 1,24 Mrd. Euro

Der Einzelhandelsumsatz liegt in der Stadt Würzburg bei 1,24 Milliarden Euro, in der Stadt Schweinfurt bei 544 Millionen Euro. „Im Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt heißt das, dass beispielsweise in der Stadt Schweinfurt mehr als doppelt so viel Geld ausgegeben wird, als die Bevölkerungszahl erwarten lässt.“ so IHK-Experte Christian Sturm. Die Oberzentren ziehen also Menschen aus der Umgebung an und kommen so ihrem Versorgungsauftrag nach – auch wenn dies teilweise zu Lasten der Mittel- und Unterzentren geschieht.

Weit über Bundesdurchschnitt

Bis auf Lohr am Main liegen alle mainfränkischen Städte und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern hinsichtlich der Einzelhandelszentralität über
dem Bundesschnitt (100 Punkte), die Oberzentren Würzburg (183 Punkte) und Schweinfurt (208 Punkte) sogar signifikant. Deutlich zu erkennen sind ihre Stadt-Umland-Verflechtungen. So weist der Landkreis Würzburg nur eine Einzelhandelszentralität von 56,5 Punkten auf. Der Landkreis Schweinfurt
kommt auf 64,8 Punkte. Der weiter von den Oberzentren entfernte Landkreis Rhön-Grabfeld hingegen kommt auf 102,6 Zähler.

Hier wird deutlich, welchen Einfluss großflächige und konzentrierte Einzelhandelsflächen auf die Käuferströme haben. „Diese sorgen mit ihren
kurzen Wegen und gebündelten Marketingaktionen für hohe Umsatzzahlen und folglich auch für eine hohe Einzelhandelszentralität.“, so IHK-Einzelhandelsexperte Christian Sturm. Es werde daher die große Herausforderung der nächsten Jahre sein, eine Abwanderung der Kaufkraft in die nahegelegenen Metropolregionen oder in das Internet durch eine weitere Bündelung der Angebote zu verhindern, dabei aber gleichzeitig die adäquate Versorgung der ländlichen Regionen sicher zu stellen.

Weitere Informationen und Download der Studie unter: www.wuerzburg.ihk.de/standortpolitik

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