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s.Oliver Baskets gewinnen 2. flyeralarm charity cup gegen den FC Bayern München

Es war ein sehr unterhaltsamer Abend für rund 1.900 Zuschauer in der s.Oliver Arena: Die s.Oliver Baskets haben sich für die Niederlage aus dem Vorjahr revanchiert und den 2. flyeralarm charity cup gegen den FC Bayern München mit 73:67 für sich entschieden. Und für die Stiftung und die Projekte des „Standpunkt e.V.“ kamen am Mittwochabend insgesamt über 8.400 Euro zusammen – auch das ein sehr gutes Ergebnis.

„Ich freue mich sehr, darüber, dass die Halle bei einem Freundschaftsspiel so gut besucht war und dass die s.Oliver Baskets gegen einen starken Gegner wie Bayern München gewonnen haben“, sagte Susanne Büttner von „Standpunkt e.V.“, die nach der Schlusssirene einen Scheck in Höhe von 6.000 Euro als Erlös aus dem Spiel entgegennehmen konnte. Dazu kommen noch über 2.400 Euro aus der Versteigerung von Trikots der s.Oliver Baskets und des FC Bayern: „Für Standpunkt e.V. ist das eine sehr schöne Geschichte, es war ein gelungener Abend“, so Büttner.

Auch s.Oliver Baskets Geschäftsführer Steffen Liebler war sehr zufrieden: „Es war ein gutes erstes Testspiel vor eigenem Publikum für uns. Zwar darf man das Ergebnis nicht überbewerten, aber ein Sieg über den FC Bayern ist immer schön. Auch der Erlös von über 8.400 Euro ist eine tolle Sache. Vielen Dank an flyeralarm und Standpunkt e.V., die dieses Spiel für unsere Fans möglich gemacht haben.“

Das Spiel

Beim FC Bayern fehlten mit Heiko Schaffartzik, Robin Benzing, Lucca Staiger, Nihad Djedovic und Bryce Taylor gleich fünf Spieler, Baskets-Trainer Marcel Schröder muss derzeit auf Lamont Mack und Maxi Kleber verzichten.

Im ersten Spielabschnitt entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, bevor sich die s.Oliver Baskets nach einem Dreier von John Little und fünf Punkten in Folge des hervorragend aufgelegten Jimmy McKinney (20 Punkte/4 Dreier) auf 17:9 absetzen konnten.

Beim Spielstand von 19:11 endete das erste Viertel, anschließend machten die Hausherren im gleichen Stil weiter und setzten sich bis zur 13. Minute auf 29:15 ab. Dann kam es nach einem Foul am Würzburger Neuzugang Ruben Spoden zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Svetislav Pesic und den Schiedsrichtern, die zwei technische Fouls für den Bayern-Trainer zur Folge hatten.

Pesic beorderte daraufhin sein Team in die Kabine, nach einer kurzen Unterbrechung konnte die Partie aber mit den fälligen Freiwürfen fortgesetzt werden.

Mit fünf Treffern bei sechs Versuchen erhöhten Spoden und McKinney auf 34:15, dann legte Ruben Spoden gleich noch einen Dreier zum 37:15 hinterher. Die 22-Punkte-Führung war die höchste des gesamten Spiels für die Würzburger und schien bereits die Vorentscheidung zu bedeuten.

Doch die Gäste, jetzt mit Co-Trainer Emir Mutapcic an der Seitenlinie, besannen sich auf ihre Qualitäten und kämpften sich zurück ins Spiel. Beim Spielstand von 47:34 wurden die Seiten gewechselt.

„Man sieht, dass die Würzburger in der Vorbereitung schon ein paar Spiele mehr als wir hinter sich haben. Wir werden sehen, was in der zweiten Halbzeit noch passieren wird“, sagte Bayern-Manager Marko Pesic im Pausen-Interview.

Zumindest in den ersten Minuten des 3. Viertels waren es die wieder s.Oliver Baskets, die erfolgreicher spielten. Der starke Chris McNaughton (16 Punkte/7 Rebounds/4 Ballgewinne/2 Blocks) war es, der den Vorsprung in der 27. Minute wieder auf 22 Zähler schraubte (60:38).

Dann erhöhten die Bayern die Intensität in der Verteidigung und kamen mit einem 11:0-Lauf auf 60:49 heran (31. Minute). Vier Minuten vor dem Ende kassierte Jason Boone als dritter Würzburger nach Jamal Boykin und Ruben Spoden das fünfte Foul. Die fälligen Freiwürfe verwandelte Malcolm Delaney zum 69:59.

93 Sekunden vor Schluss war es dann Chevon Troutman, der die Gäste aus der Landeshauptstadt noch einmal auf vier Punkte heranbrachte und das Spiel spannend machte (69:65). Dann traf Jimmy McKinney unter dem Jubel der 1.900 Zuschauer seinen vierten Dreier, und Sebastian Betz traf kurz vor Schluss noch einmal von der Freiwurflinie zum Endstand von 73:67.

s.Oliver Baskets Headcoach Marcel Schröder:

„Es war ein gutes Vorbereitungsspiel, in dem alles drin war. Wir hatten eine sehr gute erste Halbzeit, dann hat Bayern unseren Rhythmus gebrochen und es ist noch einmal eng geworden. Das sind Situationen, die wir in der Vorbereitung gut gebrauchen können. Es war auch gut, dass wir am Ende mal wieder mit Basti Betz als Power Forward spielen konnten, er hat seine Sache gegen Chevon Troutman und Deon Thompson gut gemacht. Im letzten Viertel hat der FC Bayern dann sehr physisch verteidigt, unter dem Druck haben wir dann ein paar Fehler gemacht und sie sind oft an die Freiwurflinie gekommen. Daraus können wir für die Saison auf jeden Fall lernen.“

Weiter geht es für die s.Oliver Baskets bereits am Wochenende beim Vorbereitungsturnier um den Bosch Rexroth Cup gegen die Beko BBL-Konkurrenz aus Bonn, Frankfurt und Tübingen in der s.Oliver Arena. Das Turnier startet am Samstag um 17 Uhr mit der Partie Telekom Baskets Bonn gegen FRAPORT SKYLINERS, um 20 Uhr treffen die s.Oliver Baskets auf die WALTER Tigers Tübingen.

Am Sonntag findet um 14:30 Uhr das Spiel um Platz drei statt, um 17:00 Uhr treffen dann die beiden Sieger des Vortags im Endspiel aufeinander. Für beide Tage gibt es noch gut 400 Eintrittskarten im Online-Ticketshop der s.Oliver Baskets bei CTS Eventim und bei „baller’s planet“ in der Karmelitenstraße 26.

s.Oliver Baskets – FC Bayern München 73:67 (19:11, 28:23, 13:13, 13:20)

Für die s.Oliver Baskets spielten:
Jimmy McKinney 20 Punkte/4 Dreier, Chris McNaughton 16 (7 Rebounds), Ruben Spoden 9/2, Sebastian Betz 8/1, John Little 6/1, Ricky Harris 5/1 (5 Assists), Tweety Carter 4/1, Jamal Boykin 3/1, Jason Boone 2, Maurice Stuckey (4 Assists).

Top-Scorer FC Bayern München:
Thompson 14, Delaney 14/1, Troutman 8 (9 Reb.), Idbihi 7.

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