Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Angeblich von LKW angefahren – Unfallflucht offensichtlich vorgetäuscht

In der Nacht zum Freitag sind Beamte der Autobahnpolizei zu einem Unfall auf der A 7 beordert worden, bei dem der Verursacher geflüchtet wäre. Die Polizisten haben allerdings den Verdacht, dass die Unfallflucht nur vorgetäuscht war. Den Schaden schätzt die Autobahnpolizei auf wenige Tausend Euro.

Angeblich von LKW angefahren

Gegen 23:15 Uhr teilte ein Lkw-Fahrer mit, dass sein geparkter Lastzug auf Höhe eines Parkplatzes zwischen dem Biebelrieder Kreuz und der Anschlussstelle Estenfeld von einem Lkw angefahren worden wäre. Der unbekannte Lasterfahrer, über dessen Fahrzeug der Mitteiler überhaupt keine Angaben machen konnte, wäre weitergefahren.

Nach Angaben des 50-jährigen Kraftfahrers aus der Oberpfalz stand er mit seinem Lastzug im Einfahrtsbereich des Parkplatzes „Kapellenholz“, als ein anderes Fahrzeug ihn so stark touchiert haben soll, dass sich sein Anhänger querstellte. Dabei wäre der Unterfahrschutz und der Aufbau des Anhängers beschädigt worden. Um seinen Lkw mit Anhänger wieder gerade zu stellen, sei er in den Parkplatz gefahren und habe dort sogar versucht, den Unterfahrschutz wieder zurecht zu biegen.

Schaden beim Rückwärtsrangieren entstanden?

Den erfahrenen Autobahnpolizisten kam die aufgetischte Geschichte jedoch spanisch vor. Sie fanden weder Spuren an der vermeintlichen Unfallstelle noch entdeckten sie einen entsprechenden Heckschaden an dem zum Teil verrosteten Anhänger. Außerdem widersprachen die Aufzeichnungen des Kontrollgerätes den Angaben des Lasterfahrers. Der Schaden am Unterfahrschutz, so vermuten sie, muss beim Rückwärtsrangieren auf dem Parkplatz von ihm selbst verursacht worden sein. Mit den offensichtlich falschen Angaben wollte der Mann wohl seinen eigenen Fahrfehler verschleiern.

Vortäuschen einer Straftat 

Obwohl der Kraftfahrer trotz der erdrückenden Indizien auf seiner Aussage beharrte, wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Vertäuschens einer Straftat eingeleitet.

Zeugen, die das mutmaßliche Rangieren beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Tel.-Nr. 09302/910-0 bei der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried zu melden.

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