Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Frauenfußball: FFC Niederkirchen – ETSV Würzburg 2:1

„Unnötig“… „Ärgerlich“…“Dumm“ – die Analyse der Auftaktpartie der ETSV –Fußballerinnen war mit einem dieser Worte recht kurz, aber treffend zu umschreiben. 1:2 verloren die Breunig-Schützlinge beim FFC Niederkirchen und wussten nach diesen 90 Minuten selbst nicht genau, weshalb der Sieger Niederkirchen hieß. Dabei war die  Erklärung denkbar einfach: Wer weniger Tore schießt als der Gegner, kann nun mal rein rechnerisch schon nicht gewinnen. Spielerisch, ja spielerisch war das junge Würzburger Team den Gastgeberinnen in vielen Belangen überlegen und auch läuferisch zeigten die unterfränkischen Kickerinnen durchaus Sehenswertes.

Doch vor dem Tor war Unschlüssigkeit Trumpf. Von Beginn an übernahm der ETSV das Geschehen und schon nach zehn Minuten hatten die Gäste zwei Chancen leichtfertig vergeben. Diese vergebenen Möglichkeiten weckten die Rheinland-Pfälzerinnen aus ihrer Anfangsnervosität. Angetrieben von der eminent schnellen  und gefährlichen Silvana Arcangioli setzte Niederkirchen die ersten Nadelstiche. Ein Stich davon tat weh: Die Stürmerin des Gastgebers wurde im Strafraum angespielt, eine kurze Drehung reichte, um frei zum Schuss zu kommen. Das 1:0 war schön herausgespielt, aber vermeidbar.

Immerhin steckten die Würzburgerinnen nicht auf und wurden in der 35. Minute belohnt. Das 1:1 durch Jana Beuschlein war nicht nur sehenswert, es war auch verdient.

In Hälfte zwei schien der ETSV auf die Gewinnerstraße einzubiegen. Immer häufiger tauchten Beuschlein, Damm und Co. vor dem Gehäuse von Ramona Emig auf, doch selbst 1:1-Situstionen führten nicht zum Tor. Und so kam es, wie es kommen musste: Nach einer Verletzungsunterbrechung (Steffi Löhr musste mit einer Brustbeinprellung vom Platz getragen werden), war die Konzentration nicht wieder hergestellt, eine Eckballflanke verwertete Kristin Götz per Kopf ins lange Eck(83.). Alle Versuche, die Partie noch zu drehen misslangen. Die erste Niederlage im ersten Punktespiel stand zu Buche.

Immerhin konnte  der maßlos enttäuschte Coach Breunig feststellen, dass sein Team  zwar alles versucht , aber sich selbst um den Lohn der Laufarbeit gebrachte hatte. In einer Woche folgt das erste Heimspiel gegen den FFC Frankfurt. Dann aber sollen Begriffe wie „Unnötig“, „Ärgerlich“ und „Dumm“ der Vergangenheit angehören.

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