Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

70 km Verfolgungsjagd über das Würzburger Land

Mit einem gestohlenen Auto hat sich am späten Montagabend ein 24-Jähriger eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Dabei ging es über 70 Kilometer mit teilweise überhöhter Geschwindigkeit über die A3, dann über die B 13 bis nach Frickenhausen. Den zu Fuß geflüchteten Fahrer nahmen Polizeibeamte im Rahmen der Fahndung in einem Weinberg fest. In der Nähe entdeckte die Polizei noch ein Tütchen mit Betäubungsmitteln, das der Mann offensichtlich aus dem Pkw geworfen hatte.

Gestohlenes Auto auf Flucht

Als erstes wurde wenige Minuten nach 22.00 Uhr eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg/Hösbach auf den Pkw der Marke Ford auf der A 3 im Bereich Hösbach aufmerksam. Noch bevor die Beamten erste Anhaltezeichen geben konnten, gab der Fahrer Gas und raste in Richtung Würzburg davon. Zwischenzeitlich hatte sich bei der Eingabe der Kennzeichen in den Fahndungscomputer herausgestellt, dass die Kennzeichen als gestohlen gemeldet waren.

Endstation Randesacker

Die Fahrt ging schließlich bis zur Anschlussstelle Randersacker, wo der 24-Jährige die Autobahn verließ. Danach ging es auf der Bundesstraße 13 weiter in Richtung Ochsenfurt, wobei der Beschuldigte mehrere Straßensperren umfuhr. In Ochsenfurt versuchte der Mann die Streifenbesatzungen, die sich mittlerweile an seine Fersen geheftet hatten, mit einer Irrfahrt durch die Stadt abzuhängen.

Polizei verliert Sichtkontakt und folgt Streifenspur

Kurzzeitig hatte die Polizei den Sichtkontakt zu dem Fahrzeug dann auch tatsächlich verloren. Allerdings kam den Beamten in der Folge der Umstand zu Hilfe, dass sich der Mann auf seiner Flucht einen Plattfuß gefahren hatte. Die Polizisten mussten in der Folge nur noch der Schleifspur des Reifens folgen, bis sie das Fahrzeug in Frickenhausen auffanden.

Weitere Flucht per pedes

Polizei, Nordtangente, SperrungAllerdings hatte der Fahrer bereits das Weite gesucht. Im Rahmen der dann in diesem Bereich konzentrierten Fahndung wurde der aus Chemnitz stammende Mann in einem Weinberg festgenommen. Der 24-Jährige wurde dann zur Dienststelle der Kriminalpolizei in Würzburg gebracht.

Wie sich herausstellte, war der Pkw, mit dem der Mann unterwegs war, vor einigen Tagen in Chemnitz entwendet worden. Die Kennzeichen stammen aus einem Diebstahl in Göttingen. Außerdem ist mittlerweile bekannt, dass der Fahrer am späten Montagabend in Stockstadt einen Tankbetrug begangen hatte und offenbar keine Fahrerlaubnis besitzt.

Schäden an dem sichergestellten Fahrzeug deuten darauf hin, dass es zu einer Berührung mit einer Leitplanke an der Anschlussstelle Randersacker gekommen war. Im weiteren Verlauf touchierte das Auto auch eine Gartenmauer, an der aber offenbar kein Fremdschaden entstanden ist.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg verbrachte der Festgenommene den Rest der Nacht in einer Arrestzelle der Polizei. Über den weiteren Fortgang wird am Dienstagmorgen entschieden. Gegen den 24-Jährigen laufen jetzt Ermittlungen u.a. wegen Diebstahls, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT