Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Schiffe auf dem Main zusammengestoßen – 10.000 € Schaden

WÜRZBURG. Am Freitagvormittag ist es auf dem Main unmittelbar nach der Ausfahrt aus der Schleuse Würzburg zum Zusammenstoß zwischen einem Fahrgastkabinenschiff und einem Gütermotorschiff gekommen. Dabei entstand an den Schiffen zwar hoher Sachschaden, allerdings konnten beide ihre Fahrt fortsetzen. Auch an der Schleusenanlage hatte das Hotelschiff zuvor einen größeren Schaden verursacht. Verletzte gab es glücklicherweise nicht.

Das mit 182 Passagieren und 50 Besatzungsmitgliedern besetzte Fahrgastkabinenschiff und das Gütermotorschiff waren beide gegen 09.10 Uhr aus der Schleuse in Würzburg ausgefahren. Dabei machte der bulgarische Kapitän des Hotelschiffs den ersten Fehler. Er missachtete ein rotes Licht und blieb am Stoßschutz, einem starken Stahlseil zum Schutz des Schleusentores, hängen. Dabei entstand an der Schleuseneinrichtung ein Schaden in Höhe von mindestens 10.000 Euro.

Im weiteren Verlauf kam es dann zu der Kollision der beiden Schiffe. Nach den inzwischen vorliegenden Erkenntnissen wollte der 58-jährige Kapitän des Personenschiffes am Mainkai in Würzburg anlegen. Er bremste deshalb sein Schiff bis zum Stillstand ab, ohne dieses Fahrmanöver über Funk dem Kapitän des nachfolgenden Gütermotorschiffs anzukündigen. Als dieses bereits dabei war, an dem Hotelschiff vorbei zu fahren, bog dessen Kapitän dann nach links ab und stieß mit den Gütermotorschiff zusammen.

Anschließend legte das Hotelschiff – wie geplant – am Maikai an. Das zweite Schiff, das mit 1650 Tonnen Gips vom Neckar nach Regensburg unterwegs war, legte anschließend in Randersacker an, wo eine Streifenbesatzung der Wasserschutzpolizei Würzburg den Schaden begutachtete. Es stellte sich heraus, dass der Schiffsrumpf an zwei Stellen durchbrochen war, wobei diese Stellen jedoch oberhalb der Wasserlinie liegen. Aus diesem Grund drang kein Wasser ein. Hier dürfte sich der Schaden alleine auf etwa 30.000 Euro belaufen. Das Gütermotorschiff, das von einem 45-Jährigen gesteuert wurde, konnte nach entsprechenden Schweißarbeiten seine Fahrt fortsetzen.

Mittlerweile hat auch das Fahrgastkabinenschiff wieder Fahrt in Richtung Budapest aufgenommen. Die Schäden an diesem Schiff lassen sich momentan noch nicht abschätzen. Sie sind allerdings nicht so gravierend, dass die Sicherheit beeinträchtigt wäre. Die Weiterfahrt wurde vom Wasserschifffahrtsamt gestattet.

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