Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

30.000 Euro durch Enkeltrick ergaunert

MARKTHEIDENFELD. Nachdem am Dienstag vergangener Woche eine Rentnerin in Aschaffenburg um 30.000 Euro betrogen worden war, wurde bei der Polizei genau eine Woche später ein weiterer gleichgelagerter Fall gemeldet. Auch hier ging es um ein angebliches Immobiliengeschäft und um 30.000 Euro. Dieses Mal war es allerdings der angebliche Sohn, der eine 75-Jährige dreist täuschte.

Am späten Dienstagvormittag, gegen 10.30 Uhr, klingelte erstmals das Telefon bei der Rentnerin. Dem Telefonbetrüger gelang es im Laufe des Gesprächs, die 75-Jährige davon zu überzeugen, dass es sich bei ihm um ihren Sohn handelt. In der Folge täuschte der dreiste Betrüger eine finanzielle Notsituation wegen der Versteigerung einer Eigentumswohnung vor und bat dringend um 30.000 Euro. Bedauerlicherweise klappte auch in diesem Fall der Betrug und die Seniorin ging zu ihrer Bank, hob die geforderte Summe ab und übergab sie zu Hause kurze Zeit später einer Unbekannten. Deren Kommen hatte der falsche Sohn zuvor natürlich angekündigt. Angeblich soll es sich um die Sekretärin des mit der Versteigerung betrauten Notars gehandelt haben.

Nach der Geldübergabe stellte sich die ganze Geschichte dann als vollkommen erschwindelt und erlogen heraus und der Fall wurde der Polizei gemeldet. Die Kripo Würzburg hat zwischenzeitlich die weiteren Ermittlungen übernommen. Besonders dreist in diesem Fall war auch, dass der Betrüger der 75-Jährigen am Telefon die Anweisung gab, beim Bankpersonal in jedem Fall anzugeben, dass die 30.000 Euro für sie selbst sind. Offenbar wissen die Betrüger, dass die Bankangestellten zwischenzeitlich bezüglich dieser Betrugsmasche sensibilisiert sind und bei derart hohen Abhebungen von Seniorinnen und Senioren im Einzelfall auch mal nachfragen. Betont werden muss aus Sicht der Polizei noch, dass auch in diesem Fall die Bankangestellte vorbildlich gehandelt hat. Sie hatte bei der Frau mehrfach nachgefragt und diese auf die Betrugsmasche hingewiesen.

Die Unterfränkische Polizei warnt weiterhin vor den dreisten Telefonbetrügern, die zum einen offenbar nichts unversucht lassen, um die Seniorinnen und Senioren zu betrügen und zum anderen offenbar immer noch in großer Anzahl Telefonanrufe tätigen.

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