Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

54-Jähriger Betreiber der Marihuanaaufzuchtanlage in U-Haft

WÜRZBURG. Nachdem in der Nacht zum Montag Feuerwehr und Polizei nach einem Kellerbrand im Würzburger Stadtteil Lengfeld eine professionelle Marihuana-Aufzuchtanlage entdeckt hatten und danach circa zwei Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt worden waren, sitzt ein 54-Jähriger jetzt nach einer Vorführung beim Ermittlungsrichter in Untersuchungshaft.

Wie bereits berichtet, war der Brand etwa eine Stunde nach Mitternacht in dem Keller eines Hauses in der Werner-von-Siemens-Straße entdeckt worden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste die Feuerwehr Lengfeld mit schwerem Atemschutz vorgehen. Den Brand hatten die Löschmannschaften dann schnell unter Kontrolle. Entgegen den ersten Annahmen ist lediglich Rauch- und Rußschaden in minimaler Höhe entstanden.

In der Folge entdeckten Feuerwehr und Polizei im Keller eine professionelle Marihuanaaufzuchtanlage. In der Wohnung des Mannes wurden dann Marihuana, Marihuanasamen und Rauchgeräte und in einem Nebengebäude weitere Marihuanapflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien sichergestellt. Auch eine zweite Indoorplantage, die allerdings bereits stillgelegt ist, entdeckten die Beamten. Insgesamt stellten die Fahnder ca. 400 Gramm Marihuana und gut 1500 Gramm Cannabisprodukte sicher.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde der für die Aufzuchtanlage Verantwortliche am Dienstag dem Ermittlungsrichter in Würzburg vorgeführt. Nach Erlass eines Haftbefehls kam der Mann in eine Justizvollzugsanstalt.

Hinsichtlich der Brandursache haben sich erste Vermutungen bestätigt, wonach das Feuer auf einen technischen Defekt in der illegal betriebenen Aufzuchtanlage zurückzuführen ist.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT