Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Wo ist am Main das Grillen erlaubt? Stadt verhängt Bußgelder

Wer von Euch war in diesem Jahr schon Grillen am Main? Bestimmt viele, wie auch einige Jungs und Mädels aus Würzburg, die uns jetzt geschrieben haben. Da das Grillen bekanntlich nur an bestimmten Stellen möglich ist, haben die ihren ganzen Grill-Kram mit dem Fahrrad bis zur Kurt Schumacher Promenade in der Sanderau geschleppt. Vorbildlich hat die Grill-Crew sogar eigene Müllsäcke mitgenommen, denn eine Mülltonne für 100e Grillwütige ist dann doch etwas wenig. Es hätte also ein schöner Grill-Abend werden können.

Hätte. Denn die Grill-Idylle wurde schon bald von den Würzburger OrdnungshüterInnen gestört. Diese haben gleich ein Bußgeld von 25€ verhängt – da die Mädels und Jungs angeblich außerhalb des Grillbereichs gegrillt haben.

 

Wo darf man am Main Grillen?

Komisch ist, daß die Gruppe ja extra auf einer ausgewiesenen Grillfläche gegrillt hat. Wie kommt es aber dann, daß Ordnungshüter hier abkassieren? Wir haben es uns erklären lassen: es gibt zwei recht undeutliche Schilder mit der Aufschrift: „Hier Grillen erlaubt“. Jedes Schild für sich bezeichnet aber keinen Grillplatz, sondern begrenzt diesen nur. Also das eine Schild markiert den Anfang, das andere etwa 100 Meter weiter das Ende der Grillfläche. Damit ist das Grillen aber nur im virtuellen Bereich ZWISCHEN diesen beiden Schildern gestattet.

 

Beschilderung uneindeutig

Wir wissen nicht, ob es schon mehr Aufreger gab wegen dieser Handhabung gegeben hat, ob es vielleicht noch mehr Griller mit einer Strafgebühr getroffen hat. Wir finden das ganze aber doch sehr ärgerlich. Denn wenn die Schilder einen Fläche begrenzen sollten, dann sollten diese doch wie beim Parken mit einem Pfeil weisend zum anderen Schild versehen sein, das wiederum einen gegenläufigen Pfeil zur Kennzeichnung der Fläche trägt.

Unser Vorschlag an die Stadt. Bevor man hier abkassiert sollte man doch in eine verständliche und eindeutige Beschilderung investieren. So erspart man manchen die 25 Euro und vielen den Ärger. Übrigends soll ähnliches auch am Grillplatz in der Zellerau passiert sein, wo die Beschilderung genauso uneindeutig ist.

 

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