Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Wegen Austausch von Betonmasten: Zellerau nur mit Bus statt Straba erreichbar

Die WVV nutzt die Sommerferien und startet mit dem Austausch der so genannten Spannbetonmasten. Als Erstes werden alle betroffenen Masten in der Zellerau durch neue Stahlmasten ersetzt. Die Arbeiten im Stadtteil werden voraussichtlich die komplette Ferienzeit in Anspruch nehmen.

122 Fahrleitungsmasten sind in der Zellerau verbaut, 72 davon aus so genanntem Spannbeton aus den 70er Jahren. Einer dieser Fahrleitungsmasten war im vergangenen Jahr aus zunächst ungeklärten Ursachen umgestürzt. Untersuchungen im Nachgang haben ergeben, dass die in den Masten verbauten Spannstähle zum Teil korrodiert waren, obwohl branchenübliche Überprüfungen einen einwandfreien Zustand vermuten ließen.

Bus statt Straßenbahn in die Zellerau

Während des Austauschs ist es nicht möglich, die Zellerau mit Straßenbahnfahrzeugen zu befahren. Stattdessen sind Busse im Einsatz, die den Stadtteil bedienen. Daher wird ab dem 31.07.2013 ein Schienenersatzverkehr mit Omnibussen zwischen Busbahnhof – Juliuspromenade – Zellerau und zurück eingerichtet. Zentraler Umstieg auf die anderen Straßenbahnlinien ist die Haltestelle „Juliuspromenade“. Hier können die Fahrgäste in die Linie 4 Richtung Sanderau, Linie 5 nach Rottenbauer oder Grombühl umsteigen.  

 

So werden die neuen Fahrleitungsmasten gestellt

Künftig sollen Stahlmasten die Fahrleitung tragen. Um die neuen Masten setzen zu können, müssen zunächst die Spannbetonmasten entfernt werden. Diese werden dazu oberhalb ihrer Einspannstelle im Betonfundament abgetrennt. In das verbleibende runde Fundamentloch wird dann der neue, runde Stahlmast eingesetzt und vergossen. Da für die Austausch der Masten u.a. der Fahrleitungsdraht abgenommen werden muss und auch Baugroßgeräte wie Autokräne und Hubarbeitsbühnen zum Einsatz kommen müssen, wird während der Arbeiten der Stadtteil Zellerau mit Bussen im Schienenersatzverkehr bedient. Die restlichen Arbeiten in Grombühl und am Berliner Platz können ohne Einschränkungen für die Fahrgäste durchgeführt werden.

Hintergrund Spannbetonmasten

Am 16.02.12 war ein Spannbetonmast in der Frankfurter Straße umgestürzt. In Masten dieser Bauart ist vorgespannter Bewährungsstahl im Schleuderbetonverfahren verbaut. Die später in Rottenbauer und Grombühl verbauten Masten (Mitte der 90er Jahre) hingegen sind mit herkömmlichem Spannstahl ausgestattet. Seit 15 Jahren verbaut die WVV nur noch die im Hinblick auf den Einsatz von Prüfverfahren leichter zu handhabenden Stahlmasten.

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