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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Fahrradfahren mit Fallstricken – Ein Erfahrungsbericht von Jan Bühler

News und Meinungen. Auf Würzburg erleben könnt Ihr Euch zu Wort melden. Heute: Thema Fahrradfahren – ein Meinungsbeitrag von Jan Bühler.

Fahrradfahren mit Fallstricken

Immer mehr WürzburgerInnen fahren mit dem Rad – doch wie schauts mit der Infrastruktur aus? Vorm Oeggtor sieht man die typisch Würzburger Radwegeführung: Am Rennweg gibt es einen Radweg, dann wird er planlos und gefährlich in die Fahrspur überführt bzw. endet plötzlich

 

 

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Am Berliner Ring gibt es drei Fahrspuren für KFZ, wohingegen Fahrradfahrer über Fußgängerampeln fahren müssen (!) und mit Drängelgitter zum Absteigen gezwungen werden. Die Initiative „Versbacher Fahrradsonntag“ hat 1993 ganze 22 Kritikpunkte zusammengetragen, CSU, SPD und Grüne nahmen Teil und haben die Kritik geteilt. Heute, 20 Jahre später, wurden ganze zwei Kritikpunkt beseitigt – Stillstand.

Ein typisches Beispiel aus zwei Jahrzehnten: Es gibt zwar wie hier im Bild einen benutzungspflichtigen Radweg, aber an Kreuzungen wird man zum Fußgänger degradiert.

 

 

Noch ein Beispiel: zwei Spuren für die Autos, die Radfahrenden müssen (!) sich den engen Platz mit Lieferverkehr, Fußgängern und an der Bushaltestelle Wartenden teilen – auch wenn daneben jede Menge Platz ist, und der Fahrbahnbelag besser (gepflasterte Abschnitte nicht im Bild).

 

Und noch ein kleines Rätsel: Radwegparkplatz: Radweg oder Parkplatz – hätten Sie es gewusst? (Richtige Lösung: Radweg)

 

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Bei den Haushaltsverhandlungen für 2013 wurden die Mittel für den Fahrradverkehr gekürzt – aber 2030 soll der Umweltverbund, Rad, Fuß und ÖPNV 80% des Verkehrs darstellen. Wann, wenn nicht jetzt, sollen die Weichen dafür gestellt werden?

Ein Meinungsartikel von Jan Bühler. Wenn auch Ihr eine Meinung zu einem Würzburger Thema habt, dann schreibt uns: redaktion@wuerzburgerleben.de

 

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