Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

500g Betäubungsmittel gefunden – 29-Jähriger flieht bei Kontrolle

WÜRZBURG. Was am Mittwochmittag als normale Personenkontrolle begann, hat für Rauschgiftfahnder der Kriminalpolizei Würzburg zu einer erfolgreichen Wohnungsdurchsuchung geführt. Dort wurden cirka 500 Gramm Betäubungsmittel sichergestellt. Der Wohnungsinhaber wurde festgenommen. Der 34-Jährige hat im Laufe des Donnerstags einen Termin beim Ermittlungsrichter.

Wenige Minuten nach 11.00 Uhr wollten Polizeibeamte in der Bismarckstraße einen 29-Jährigen einer Kontrolle unterziehen. Der Mann ergriff daraufhin sofort die Flucht. Er konnte aber bereits nach kurzer Zeit im Bereich der Straßenbahnhaltestelle am Maritim gestellt werden. Allerdings hatte der Beschuldigte kurz zuvor einen Gegenstand in den Main geworfen, der dort aber nicht mehr aufzufinden war.

O-Ton Erster Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Schmitt

Da die Polizeibeamten beobachtet hatten, dass der 29-Jährige aus einem Haus in der Innenstadt gekommen war und der Verdacht nahe lag, dass dort möglicherweise Rauschgift zu finden war, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt.

Als der 34-Jährige Wohnungsinhaber das Haus gegen 11.30 Uhr verließ, wurde er vorläufig festgenommen. Bei der Durchsuchung der von dem Mann bewohnten Räume bestätigte sich dann der Verdacht. Die Fahnder stießen auf etwa 140 Gramm Amphetamin, knapp 320 Gramm Haschisch, 20 Gramm Marihuana sowie einige XTC-Pillen.

Der Festgenommene wurde zur Dienststelle gebracht, wo er den Besitz der Betäubungsmittel einräumte. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wird der Beschuldigte im Laufe des Donnerstags zur Prüfung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Der 29-Jährige, der zuvor versucht hatte, in der Bismarckstraße zu flüchten, wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Da es gezielte Hinweise gibt, dass der Beschuldigte ein Päckchen mit Rauschgift in den Main geworfen hatte, wird jetzt auch gegen ihn wegen Verdachts eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz Anzeige erstattet.

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