Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Mängel-Liste Teil 5 – Letzter Teil. Eine unendliche Geschichte.

In der vorletzten Ausgabe (12. April) berichtete Würzburg erleben  vom Abriss des Tropengwächshauses, weil es einsturzgefährdet war. Kein Problem mit der Biologie dafür aber ein biologisches Problem hat der Dekan Prof. Dr. Remien von der Juristischen Fakultät. Das Wasser in der Alten Universität (Domerschulstraße) ist verkeimt. Remien geht zwar momentan nicht von einer akuten Beeinträchtigung aus, möchte aber, dass die ordnungsgemäßen Zustände wiederhergestellt werden. Das heißt, dass die Pseudomonas-Aeruginosa-Bakterien (ugs. Grünspan), die Infektionskrankheiten verursachen, in den Wasserleitungen wirksam bekämpft werden müssen. Dies ist zwar eine schwierige aber laut Aussage der Zentralverwaltung der Universität mittelfristig lösbare Aufgabe. Daher möchte Remien in dieser Sache noch „nicht auf den Putz hauen“, wie er salopp formulierte.

 Mängel Teil 5 Uni

 

Ein anderes Problem hingegen ist leider nicht auf ein einzelnes Uni-Gebäude zu begrenzen: die Behindertengerechtigkeit der Lehrräumlichkeiten. Dieses Problem wurde bereits in Teil 2 unserer Mängelliste angesprochen. Es sind aber deutlich mehr Gebäude davon betroffen, bedauerlicherweise auch Neubauten wie das Zentrale Hörsaal- und Seminargebäude (Z6) am Hubland, das erst 2011 eröffnet wurde. Bei diesem Gebäude sind die Treppen unterläufig und einige Gebäudeteile nicht ausreichend kontrastiert beziehungsweise gekennzeichnet, sodass sich Sehbehinderte nur schwer zurechtfinden. Die Planungen zur Mensateria auf dem Hubland Campus Nord sehen ebenfalls unterlaufbare Treppen vor, was zeigt, dass aus den Fehlern der Vergangenheit noch nicht gelernt wurde.

 

Besonders negativ macht sich die bauliche Situation in der Philosophischen Fakultät II (Wittelsbacher Platz) bemerkbar, wo Rollstuhlfahrer auf die Nutzung von Treppenliften angewiesen sind, die jedoch eine hohe Störanfälligkeit haben. Zurzeit ist ein Austausch dieser Behelfsmittel in Planung, jedoch gibt es noch keinen Termin für die Umsetzung. Es bleibt zu hoffen, dass hier bald eine Verbesserung eintritt. Für alte und historische Gebäude, die sich in der Nutzung durch die Universität befinden, ist laut der Leiterin des Behindertenbüros, Frau Ohlenforst, „baulich nichts möglich“. Als Beispiel nannte sie die Residenz und das Universitätsgebäude am Josef-Stangl-Platz. Beide Liegenschaften und weitere sind nur sehr eingeschränkt so anzupassen, dass eine Nutzung durch Behinderte ermöglicht wird.

Mängel Teil 5 Uni

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