Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Cafeteria in der Alten Uni eröffnet

In der Alten Universität gibt es ab sofort eine Cafeteria. Studierende und Mitarbeiter erhalten dort während der Vorlesungszeit warme und kalte Speisen und Getränke. Finanziert wurde das Projekt unter anderem aus Studienbeiträgen.

CIC: Wenn ein Jurist diese Abkürzung hört, sollten die Assoziationen reihenweise fallen. Corpus Iuris Civilis – eine Sammlung römischer Gesetzestexte – trägt dieses Kürzel, genauso wie das katholische Kirchenrecht Corpus Iuris Canonici oder der Fachterminus Culpa in Contrahendo. An der Universität Würzburg können Juristen ab sofort eine neue Einrichtung damit assoziieren: Die Cafeteria im Cellarium Max Stern.

Das Angebot der Cafeteria

Pünktlich zum Semesterstart hat am Montag die Cafeteria im Gewölbekeller der Alten Universität in der Domerschulstraße ihren Betrieb aufgenommen. Ab sofort erhalten dort Studierende und Beschäftigte kalte und heiße Getränke, kleine Snacks und ein ausgewähltes Angebot an Speisen – vom belegten Körnerbrötchen über die Currywurst bis zum Donut und Sahneschnittchen. Und das alles natürlich zu studentenverträglichen Mensapreisen.

Zudem können sich Studierende und Mitarbeiter auch außerhalb der Öffnungszeiten mit Kaffeespezialitäten, kalten Getränken und Snacks vom Automaten versorgen. Geöffnet hat die Cafeteria Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 18.00 Uhr sowie Freitag von 8.30 bis 14.15 Uhr. In der vorlesungsfreien Zeit bleibt sie geschlossen.

Der an die Cafeteria anschließende Max-Stern-Gewölbekeller kann als Aufenthaltsraum genutzt werden. In Kürze wird hier auch das Uni-WLAN sowie Handyempfang aller Netze verfügbar sein.

Von der Fachschaft initiiert

Nicht ganz zwei Jahre habe es von den ersten Plänen bis zur feierlichen Eröffnung gedauert, erklärte Professor Eric Hilgendorf, in dessen Zeit als Dekan der Juristischen Fakultät der „Grundstein“ für die Cafeteria gelegt wurde. Initiator sei die Jura-Fachschaft gewesen. Die habe sich auch dafür stark gemacht, die notwendigen Bauarbeiten aus Studienbeiträgen mitzufinanzieren – einen Betrag von immerhin 120.000 Euro hat die Fakultät dafür aufgebracht. Auch die Juristen Alumni haben das Projekt unterstützt.

Betrieben wird die Cafeteria vom Studentenwerk Würzburg; zwei Mitarbeiterinnen werden dort während der Vorlesungszeit eingesetzt. Vom Studentenwerk stammt auch die technische Ausstattung der Verkaufsräume.

Die Eröffnung

Knapp 2000 Studierende hat die Juristische Fakultät aktuell; dazu die Mitarbeiter in den Lehrstühlen und mehrere hundert Medizinstudenten, die nach Hilgendorfs Worten regelmäßig in der Juristischen Teilbibliothek sitzen und lernen: Sie alle können ab sofort ihren Hunger und Durst in der Cafeteria im Cellarium stillen. Wenn sie dort nach dem Sprichwort vorgehen: „Ein voller Bauch studiert nicht gern“, könne dies zum Problem werden, sagte Professor Oliver Remien, jetziger Dekan der Juristischen Fakultät, in seiner kleinen Ansprache zur Eröffnung der Cafeteria. Besser sei es, die künftigen Besucher gingen nach dem Motto „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ vor.

Remien dankte allen an dem Projekt Beteiligten – vom Studentenwerk über das Staatliche Bauamt und die Zentralverwaltung der Universität bis zu den Studierendenvertretern und seinen Amtsvorgänger Eric Hilgendorf – für ihr Engagement. Hilgendorf habe das Projekt „effektiv betreut und durchgezogen.“

Max Stern

„Max Stern-Keller“: So heißt der Raum in der Alten Uni seit dem Herbst 2012. Der Name erinnert an den jüdischen Weinhändler Max Stern, der Ende der 1920er-Jahre den Keller gepachtet hatte, um dort in 500 Holzfässern etwa eine Million Liter Wein einzulagern. Schwere antisemitische Anfeindungen zwangen Stern im Oktober 1938, kurz vor der Reichspogromnacht, Deutschland zu verlassen und in die USA zu fliehen.

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