Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Blaulicht-Storys vom Wochenende (Teil 1)

Autodach demoliert

WÜRZBURG/Innenstadt. Etwas untypisch sind die Beschädigungen, die eine 21-jährige Mercedesfahrerin an ihrem Pkw feststellte. Sie hatte das silberfarbene Auto am Donnerstag zwischen 18:00 Uhr und 22:00 Uhr auf dem Paradeplatz geparkt. Bei ihrer Rückkehr bemerkte sie auf dem Dach mehrere kleine Dellen, die offenbar durch den Einsatz eines stumpfen Gegenstands verursacht wurden. Die Schadenshöhe wird mit ca. 700 Euro veranschlagt.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter der Telefon-Nummer 0931/457-2230 entgegen.

Zwei Geldbörsen gestohlen

WÜRZBURG/Grombühl. In einem Supermarkt in der Nürnberger Straße trieb am Freitag um die Mittagszeit eine Taschendiebin ihr Unwesen. Sie klaute einer hilfsbereiten älteren Dame den Geldbeutel.

Die 74-jährige Würzburgerin stand vor einem der vielen Regale, als sie von einer fremden Frau in mangelhaftem Deutsch angesprochen wurde. Die Fremde bat darum, ihr eine Flasche Ketchup vom obersten Regalfach zu reichen. Bereitwillig kam die Seniorin der Bitte nach. Kaum, dass die Fremde mitsamt der Ketchup-Flasche wieder gegangen war, bemerkte die 74-Jährige das Fehlen ihrer Geldbörse, die in der rechten Manteltasche verstaut gewesen war. Die Suche nach der Diebin verlief ohne Erfolg. Glücklicherweise war nur eine überschaubare Menge an Bargeld im Geldbeutel.

Die Fremde wird wie folgt beschrieben: Ca. 30 Jahre alt, etwa 160 cm groß und schlank.

WÜRZBURG/Versbach. Ungefähr eine dreiviertel Stunde später wurde der sorglose Umgang mit einer Handtasche bestraft. Tatort war hier ein Möbelgeschäft auf der Mainfrankenhöhe.

Eine 20-Jährige aus dem Landkreis Main-Spessart war gegen 12:30 Uhr damit beschäftigt, Ware aus einem Behälter in Bodennähe zu sichten. Um besser Hantieren zu können, hatte sie ihre Handtasche im Einkaufswagen abgestellt und diesem wiederum den Rücken zugewandt. Wenige Minuten später nahm sie ihre Tasche wieder auf und merkte sofort, dass sie leichter war als vorher. Tatsächlich fehlte neben dem Geldbeutel auch ein Brillenetui und eine Halskette. Der gesamte Beuteschaden wird mit ca. 250 Euro beziffert.

In beiden Fällen bittet die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter der Telefon-Nummer 0931/457-2230 um Hinweise.

Fahrrad weg

WÜRZBURG/Grombühl. Zwischen Mittwoch, 22:30 Uhr, und Donnerstag, 17:00 Uhr, verschwand aus einem Hinterhof in der Scharoldstraße ein Mountainbike in den  Farben schwarz und silber. Es war mittels Drahtschlingenschloss gegen Diebstahl gesichert. Der Zeitwert beträgt etwa 150 Euro.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter der Telefon-Nummer 0931/457-2230 zu melden.

Fluchtversuch gescheitert

WÜRZBURG/Innenstadt. Nach einem Termin beim Ermittlungsrichter hätte ein ausländischer Mitbürger in Abschiebehaft gehen müssen. Nicht erfreut über diese Entscheidung versuchte er, seinem Schicksal durch Flucht zu entrinnen. Das Unterfangen endete in einer blauen Papiertonne.

Am Freitagvormittag gegen 10:45 Uhr führte eine Streifenbesatzung der PI Würzburg-Stadt in der Theaterstraße eine Spielhallenkontrolle durch. Bei der Überprüfung  eines Gastes stellte sich heraus, dass dieser zur Abschiebung ausgeschrieben war. Der 28-jährige Tunesier wurde verhaftet und noch am selben Tag gegen 13:30 Uhr dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Nach Prüfung des Sachverhalts verfügte der Richter, dass der Tunesier in Abschiebehaft gehen muss. Beim Verlassen des Gerichtsgebäudes sah der 28-Jährige jedoch die Gelegenheit gekommen, abzuhauen. Er rannte in Richtung Sanderstraße davon, die beiden vorführenden Polizisten hinterher. Gleichzeitig wurden weitere Polizeistreifen zur Fahndung mobilisiert.

Der Polizist, der dem Flüchtenden direkt auf den Fersen war, verlor ihn erst in der Badergasse aus den Augen. Deshalb konzentrierte sich die Suche nunmehr auf das Reuerer- und Petererviertel.

Bei der Nachschau unter geparkten Autos in einem Hof der Badergasse öffnete sich plötzlich der Deckel einer blauen Papiertonne einen Spalt breit – für den Tunesier  genau zum falschen Zeitpunkt. Er hatte sich in der Tonne versteckt und prüfte gerade, ob die Luft für die weitere Flucht rein sei.

Die suchenden Polizisten waren fündig geworden und verhafteten den Abschiebehäftling am selben Tag zum zweiten Mal. Bis zu seiner Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Aschaffenburg bekam er keine weitere Gelegenheit zur Flucht.

Übrigens:

Der Polizeibeamte, der dem Flüchtenden von der Ottostraße bis zur Badergasse ganz dicht auf den Fersen blieb, steht bereits im 56. Lebensjahr. Regelmäßiger Dienstsport macht sich nun mal bezahlt!

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