Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Polizist gespielt – fiese Masche aufgedeckt

WÜRZBURG.  Bereits vor zwei Wochen haben dreiste Betrüger versucht, eine Frau aus Oberdürrbach um mehrere tausend Euro zu bringen. Um einen angeblichen Haftbefehl abzuwenden, sollte die Rentnerin das Geld auf ein Konto im Ausland überweisen. Unter anderem einem aufmerksamen Bankangestellten ist es zu verdanken, dass es nicht so weit kam. Die Würzburger Polizei ermittelt.

Zunächst hatte sich ein vermeintlicher Kommissar telefonisch bei der 76-Jährigen gemeldet und ihr erklärt, sie habe einen hohen Geldbetrag in die Türkei zu überweisen. Nur so könne sie einen Strafbefehl abwenden, der gegen die Seniorin erlassen worden sei. Wenig später meldete sich eine Frau bei der Rentnerin und gab sich am Telefon als Richterin aus. Diese bestätigte die Angaben des „Kommissars“ und schaffte es dadurch, das potentielle Opfer zu überzeugen.

Das Geld sollte per Western Union überwiesen werden. Diese Möglichkeit der Überweisung wurde bereits in der Vergangenheit gerne von Betrügern genutzt. Die Täter gelangen so problemlos an die Beute, ohne ihre Identität preisgeben zu müssen.

Als die Rentnerin diese Art der Überweisung am 07.01.2013 bei einer Bank in Würzburg anstoßen wollte, wurde sie von dem Bankangestellten darauf hingewiesen, dass sich Betrüger gerne solcher Transaktionen bedienen. Der Hinweis des Bankers machte die Frau schließlich doch noch stutzig und sie verständigte die Polizei.

Pikant an dieser Masche ist der Umstand, dass die Telefonnummern, unter denen die Täter anriefen, den entsprechenden Behördennummern zum verwechseln ähnlich waren. Die Betrüger nutzten einen zweifelhaften Internetdienst, der es den Schwindlern ermöglichte, unter der Anzeige einer von ihnen frei wählbaren Telefonnummer bei der Rentnerin anzurufen.

Im Einzelfall kann es daher sinnvoll sein, die Vermittlungsstelle einer Behörde zurück zu rufen und sich mit dem Sachbearbeiter, der angerufen haben will, verbinden zu lassen. Eine solche Behördennummer sollte man sich hierzu aber z. B. einem Telefonbuch heraus suchen. Das Polizeipräsidium Unterfranken empfiehlt diese Vorgehensweise in jedem Fall, wenn Zweifel bei nach einem entsprechenden Telefongespräch aufkommen sollten.

Quelle: Bayerische Polizei

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