Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

"Fränkischer Bäckerbandit" überfiel wohl 11 Filialen

WÜRZBURG. Nach den beiden Überfällen auf zwei Bäckereifilialen am Donnerstagnachmittag in Würzburg und Kitzingen, die innerhalb von nicht einmal zwei Stunden verübt wurden, laufen die Ermittlungen der Polizei weiter auf Hochtouren. Mittlerweile spricht vieles dafür, dass der Unbekannte für eine ganze Serie von Überfällen auf Bäckereifilialen seit dem vergangenen November in Mittelfranken, Oberfranken und auch in Unterfranken verantwortlich ist. Bei der Aufklärung arbeiten die beteiligten Kriminalpolizeiinspektionen eng zusammen.

Der letzte Überfall

Wie bereits berichtet, hatte am Mittwochnachmittag ein mit einer Pistole bewaffneter Mann gegen 13.30 Uhr eine Bäckereifiliale in der Würzburger Erthalstraße überfallen. Der Täter ist dann mit einigen hundert Euro Bargeld zu Fuß geflüchtet.

Noch während die Großfahndung der Polizei, an der auch ein Polizeihubschrauber und Beamte der Bereitschaftspolizei beteiligt waren, in vollem Gange war, wurde ein weiterer Überfall auf eine Bäckereifiliale in Kitzingen um 15.15 Uhr gemeldet. Auch hier war wieder eine Pistole im Spiel. In diesem Fall besprühte der Räuber die allein anwesende Verkäuferin mit einem Pfefferspray. Auch diesmal gelang dem Unbekannten mit einigen hundert Euro Bargeld zu Fuß die Flucht.

Falsche Fährte

Die Großfahndung in Würzburg und auch die in Kitzingen führten leider nicht zu dem gewünschten Erfolg. Der Täter war mit seiner Beute spurlos verschwunden. Allerdings wurde ein Fahrzeug gestoppt, an dem sich gestohlene Kennzeichen befanden und das zunächst mit dem Überfall in Zusammenhang gebracht  worden war. Gegen den Fahrer wird jetzt auch wegen der entwendeten Nummernschilder ermittelt. Es hat sich aber herausgestellt, dass der Mann mit dem Überfall nichts zu tun hatte.

EK „Brot“ aus Mittelfranken zieht die Fäden

Mittlerweile gehen die Ermittler immer mehr davon aus, dass es sich um ein und denselben Täter handelt, der seit November 2012 sechs Überfälle in Mittelfranken, einen in Oberfranken und vier in Unterfranken verübt hat. Dafür spricht auch die identische Arbeitsweise. Beim Polizeipräsidium Mittelfranken wurde inzwischen die Ermittlungskommission „Brot“ eingesetzt, die sehr engen Kontakt mit den Kriminalpolizeiinspektionen in Würzburg und Bayreuth hält.

Bei der Aufklärung der Überfälle setzt die Polizei jetzt auch weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung. Insbesondere hoffen die Ermittler darauf, dass der Täter sich beim Ausbaldowern neuer, für ihn geeigneter Tatorte so verhalten hat, dass er dabei jemandem aufgefallen ist. Wer hier entsprechende Beobachtungen gemacht hat, wird dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Dies gilt auch, wenn man selbst der Meinung ist, dass die eigene Beobachtung vermutlich nicht von Bedeutung ist.

Quelle: Bayerische Polizei

 

 

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