Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Mehr als bei Seehofer: Neujahrsempfang der SPD

Es war ein Superlativ, der noch vor Beginn der Veranstaltung durch den Saal seine Runde machte. “So viele waren es noch nie.”, “Das sind doch mehr als beim

Seehofer letzte Woche.”, “Das ist der größte Neujahrsempfang auf Würzburger Boden.” Der Eindruck stimmte. Über 900 Gäste aus allen Bereichen der Gesellschaft kamen am Sonntag in die städtische Franz-Oberthür-Schule, um mit Christian Ude “den beliebtesten Politiker und erfolgreichsten Oberbürgermeister Bayerns” zu hören, so Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib in seiner Einführungsrede.

Oberbürgermeister und “Hausherr” Georg Rosenthal setzte in seinem Grußwort erste sozialdemokratische Akzente und lies es sich nicht nehmen, die verquere Bildungspolitik in Bayern auf´s Korn zu nehmen.

“Vor zehn Jahren waren Kinderkrippen und Ganztagsschulen noch sozialistisches Teufelszeug”, erinnerte er sich. “Heute tut die CSU so, als wären es Erfindungen von ihr.”

Hauptredner Christian Ude blies in seiner Eigenschaft als Spitzenkandidat der BayernSPD für die Landtagswahl im September ins gleiche Horn: “Die Sozialdemokratie ist für eine kostenlose Bildung für alle!” Dazu gehöre, die Studiengebühren abzuschaffen und auch die Gebühren für Meisterprüfungen im Handwerk. Und mit Blick auf das anstehende Volksbegehren gegen Studiengebühren und die Mobilisierung hierzu sagte er:

“Sorgen Sie dafür, dass wir als neue SPD-geführte Regierung die erste überhaupt sein werden, die ein zentrales Wahlversprechen schon vor der Wahl erfüllt.”

Ein weiterer Schwerpunkt: die Euro-Krise. “Wer wie Finanzminister Söder auf Stammtisch-Niveau den Austritt Griechenlands fordert, der handelt

uneuropäisch. Vielleicht meinte das der Ministerpräsident, als er von den Schmutzeleien von Söder gesprochen hat.” Zumal die CSU einmal mehr umgefallen sei in dieser Frage: “Im Sommer noch wollte Söder an Griechenland ein Exempel statuieren und im Herbst eitel Sonnenschein und das Versprechen weiterer Hilfsgelder, als der CSU-Parteifreund und griechische Ministerpräsident in der Staatskanzlei empfangen wurde.” So dürfe man keine Politik machen, ist sich Ude sicher und versprach: “Mit mir gibt es so etwas nicht!”

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