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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Neuer Facebook-Trend – Spotted: Uni Würzburg

Der neueste Facebook-Trend ist nun auch in Würzburg angekommen – Spotted: Uni Würzburg.

Dabei handelt es sich um eine Facebook-Seite, auf der Komplimente und Liebeserklärungen von Studenten gepostet werden – schnulzig, witzig, übertrieben: Gossip Style eben.

Die Absender sind meistens anonym und die Empfänger unbekannt. Allein Ort und Zeit, an dem der Augenfang gemacht wurde, sowie das Aussehen und die Beschreibung der Situation sind Inhalt der Postings. Und siehe da, es funktioniert. Entweder man entdeckt sich selbst oder spätestens die zahlreichen Facebook-Freunde verlinken den Namen oder gleich das ganze Profil in den Kommentaren.

Besonders gut funktioniert das gerade bei Studenten, die sich aufgrund der bevorstehenden Klausurenzeit vermehrt und lange in den Bibliotheken und anderen universitären Einrichtungen aufhalten.

Gossip 2.0

(1) Spotted_ Uni Würzburg-2-1So wollte ein Student die „rassige Südländerin am Ausleihschalter in der Bib“ schon immer mal ansprechen oder den Namen herausfinden, dass man sie zumindest auf Facebook „stalken“ kann. Dann schickte er eine Nachricht an die Facebook-Seite, die den Text zeitnah und unverändert veröffentlichte. Je netter der Text, desto mehr Likes und je präziser die Beschreibung desto höher die Erfolgschancen. In diesem Fall bekam der anonyme Fan der tänzelnden Bibliothekarin sogar zwei Vorschläge mit direkten Links zu den Facebook-Profilen. Dass die anderen duzenden von Lesern dieses Gossip gerne mitverfolgen, kommentieren und kräftig Facebook-Profile klicken, macht den eigentlichen Erfolg dieser Seiten aus.

(1) Spotted_ Uni Würzburg-2Nicht jede Antwort scheint offensichtlich ernst gemeint, trägt aber zur allgemeinen Erheiterung und willkommener Abwechslung in der Lernpause bei.

Besonders lustig wird es, wenn es gerade langweilig in der Vorlesung ist und man sich zwei Personen im Hörsaal aussucht und Amor 2.0 spielt. Man schickt die Beschreibung der einen Person an Spotted: Uni Würzburg und hängt als vermeintlicher Absender noch die Beschreibung einer anderen hinzu – zurücklehnen und schauen, was passiert.

Manchmal reicht aber auch schon ein origineller Text. Wer hat nicht gerne viele Likes auf ein Posting oder einen Kommentar?

Den Ursprung des neuen Trends dichtet man den Briten an. Dort hat so gut wie jede Universitätsbibliothek eine derartige Facebook-Seite. Vor einigen Wochen startete die Stabi München (Staatsbibliothek München) so richtig durch und zählt mittlerweile über 10.000 Facebook-Fans. In Würzburg geht es seit gestern so richtig rund. Die Seite wuchs innerhalb der letzten 24 Stunden auf über 3.400 „Gefällt mir“.

Warum sollten solche Seiten nur Studenten der Uni vorenthalten sein? Immerhin trifft man ständig und überall im täglichen Leben auf heiße Mädels und gut aussehende Typen mit Dreitagebart. Daher ließen andere Spotted-Seiten in Würzburg nicht lange auf sich warten.

Spotted_ Uni Würzburg-1

Ob sich solche Spotted-Seiten auch durchsetzen bleibt fraglich. Derzeit wachsen alle noch. In der Universität und vor allem der Bibliothek funktioniert das Prinzip, weil viele, junge Leute aufeinander treffen und zudem auch noch vor dem Computer sitzen.

Gespannt sein darf man, was in den Semesterferien passiert und wenn sich Fälle häufen, in dem die Fakes oder das Abschreiben von anderen Spotted-Seiten zu offensichtlich werden. Gute Unterhaltung funktioniert nämlich auch im Web 2.0 nur, wenn sie größtenteils authentisch ist.

Chris

 

 

 

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