Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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s.Oliver Baskets – wieder eine Niederlage

Wie das alte Jahr endete, hat das neue Jahr begonnen: Beim Aufsteiger Mitteldeutscher BC spielten die s.Oliver Baskets nur in der ersten Halbzeit gut genug, um eine Siegchance zu haben. Nach der Pause lief bei den Würzburgern im Wolfsbau vor 2.400 Zuschauern zu wenig zusammen, aus einem zwischenzeitlichen 12-Punkte-Vorsprung wurde am Ende eine deutliche 66:80-Niederlage.

Top-Scorer der Partie und Matchwinner für die „Wölfe“ war Devin Uskoski mit 22 Punkten. Bei den s.Oliver Baskets trafen mit Courtney Pigram (13), Jimmy McKinney (12), Dwayne Anderson (11) und Chris McNaughton (10) vier Spieler zweistellig.

„Wenn man zulässt, dass der Gegner über den Kampf ins Spiel kommt, dann wird es schwer. Die Weißenfelser haben in der zweiten Halbzeit mit viel mehr Energie gespielt als wir. Wir hatten alle Möglichkeiten in der Hand, haben uns aber vom MBC den Schneid abkaufen lassen“, sagte s.Oliver Baskets Headcoach Marcel Schröder nach der Partie.

Vom Verlauf war das erste Pflichtspiel zwischen seiner Mannschaft und dem Aufsteiger aus Weißenfels fast eine Kopie der Heimniederlage eine Woche zuvor gegen Ludwigsburg: Nach einem konzentrierten Start lagen die Würzburger zwischenzeitlich zweimal mit 12 Punkten vorne, brachen in einer hektischen und zerfahrenen Begegnung nach der Pause aber ein und fanden keine Möglichkeit, den vierten Heimsieg des MBC in Folge zu verhindern.

2:0 führten die Gastgeber in der ersten Minute, danach gelang ihnen gut 8 Minuten lang kein Punkt mehr. Die s.Oliver Baskets, bei denen Dwayne Anderson zum ersten Mal in der Startformation stand, nutzten die Phase zu einem 14:0-Lauf und ihrer ersten zweistelligen Führung im Wolfsbau.

In den letzten beiden Minuten des ersten Viertels und zu Beginn des zweiten Spielabschnitts konnten die Wölfe dann mit einem eigenen 9:0-Lauf auf 11:14 verkürzen. Dann waren wieder die Unterfranken dran: Beim Spielstand von 16:18 in der 13. Minute leitete Jimmy McKinney mit seinem ersten Dreier einen 14:4-Zwischenspurt ein, den die s.Oliver Baskets mit vier erfolgreichen Freiwürfen in der 17. Minute zum 20:32 abschlossen.

Doch auch der zweite Vorsprung mit einem Dutzend Punkten sollte nicht lange Bestand haben. Schon in den drei Minuten vor der Pause deutete sich an, was sich in der zweiten Halbzeit fortsetzen sollte: MBC-Topscorer Devin Uskoski, der bei seinen 22 Punkten ohne Fehlwurf aus dem Feld blieb, verkürzte mit dem zweiten seiner vier erfolgreichen Dreier auf 23:32, legte nur eine Minute später per Korbleger zum 28:35 nach und zwang Marcel Schröder damit zu einer Auszeit, die aber wenig Wirkung zeigte. Bis zur Pause hatten die Gastgeber ihrerseits einen 14:4-Lauf hingelegt und kamen damit wieder auf 34:36 heran.

s.Oliver_Baskets„Wir haben ganz gut angefangen und konnten unsere Strategie in der Verteidigung gut umsetzen. Dann ist das Spiel hektisch geworden, und das Publikum hat viel Druck gemacht. Die Weißenfelser sind eine Mannschaft, die immer kämpft, bis zur Halbzeit konnten sie den Rückstand auf zwei Punkte verkürzen. Nach der Pause waren wir dann nicht mehr in der Lage, der Intensität standzuhalten“, so Schröder: „Wir haben zu viele Offensivrebounds abgegeben und hatten 12 Ballverluste in der zweiten Halbzeit. Das hat es den Weißenfelsern immer wieder ermöglicht, einfache Punkte zu machen. Der MBC hat sich den Sieg mit seiner Energieleistung in der zweiten Halbzeit verdient. Für uns ist es eine bittere Niederlage. Jetzt müssen sehen, dass wir aus diesem Loch so schnell wie möglich wieder herauskommen. Wir werden weiter kämpfen und weiter versuchen, unsere Spiele zu gewinnen.“

Neben den Ballverlusten und den zweiten Chancen war es vor allem die schlechte Trefferquote aus der Distanz, die zur Niederlage beitrug: Schon in der ersten Halbzeit fanden nur 4 von 14 Würzburger Dreierversuchen (29 Prozent) ihren Weg in den MBC-Korb. Nach der Pause war es nur noch einer von 10, und der auch erst kurz vor Schluss, als die Partie längst entschieden war.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es knapp vier Minuten, dann holte Chad Timberlake von der Freiwurflinie die erste Führung der Wölfe seit Spielbeginn (37:36). Noch einmal konterten die mit nur neun einsatzfähigen Spielern angetretenen Würzburger und lagen nach zwei Korblegern von Chris McNaughton und zwei erfolgreichen Sprungwürfen von Courtney Pigram in der 27. Minute wieder mit 38:44 vorne.

Doch auch dieser Vorsprung war nicht von langer Dauer: Es folgte ein weiterer 12:2-Lauf der Hausherren zum 50:46, ehe LaMont McIntosh für die Baskets noch vor der letzten Viertelpause zum 50:48 traf.

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