Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Ohne Fahrerlaubnis, aber schneller als die Polizei erlaubt

WÜRZBURG. Ganze 67 km/h zu schnell steuerte ein 22-Jähriger einen LKW-Kleintransporter mit Anhänger auf der Autobahn an Würzburg vorbei.

Die Polizisten der Verkehrspolizei Würzburg/Biebelried staunten nicht schlecht, als letzten Freitagvormittag das rasante Gespann an ihnen vorbeirauschte. Sofort nahm der mit Videokamera ausgestatte zivile Streifenwagen die Verfolgung auf und dokumentierte eine Geschwindigkeit von 147 km/h auf dem Autobahnabschnitt, dessen Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt ist.

Nachdem der junge Mann beim nächsten Parkplatz angehalten wurde und man ihm seine Raserei auf Video zeigte, bestätigte er die zu schnelle Fahrt. Erschwerend kam hinzu, dass seine Fahrerlaubnis nicht für das Gefährt mit Anhänger ausgelegt war. Lenk- und Ruhezeiten, die in diesem Fall aufgrund der Sozialvorschriften geführt hätten werden müssen, waren ebenfalls nicht vorhanden. Daher bleibt unklar, wie lange der Fahrzeugführer schon unterwegs war und ob er bisher ausreichend Pausen gemacht hatte.

Nach dieser Aktion muss der Fahrer nun mit einem Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis rechnen. Umgehend mitverhandelt  werden auch die erheblichen Verkehrsdelikte. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg, durfte der junge Mann jedoch gegen eine Sicherheitsleistung in die polnische Heimat weiterreisen, allerdings nicht in der Kombination LKW-Kleintransporter mit Anhänger. Ein weiteres Ermittlungsverfahren wurde gegen den Halter des Fahrzeuges aufgenommen.

 

 

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